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Mehr Gewalt gegen städtische Bedienstete in Hamburg

01.04.2019 - Hamburg (dpa/lno) - Die Zahl der gewaltsamen Übergriffe auf Mitarbeiter von Ämtern und Behörden in Hamburg ist im vergangenen Jahr gestiegen. Wurden 2017 noch 195 Fälle registriert, waren es 2018 233, wie aus der Senatsantwort auf eine Kleine Anfrage des CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Dennis Gladiator hervorgeht, über die am Montag zunächst das «Hamburger Abendblatt» berichtet hatte. Auch die Zahl der Sachbeschädigungen nahm demnach von 38 auf 50 Fälle zu. 519 Mal wurden städtische Bedienstete bedroht, davon 49 Mal mit Gegenständen oder Waffen. In den Zahlen nicht enthalten sind Angriffe auf Polizisten, die gesondert erfasst werden.

  • Die Zahl der gewaltsamen Übergriffe auf Mitarbeiter von Ämtern und Behörden ist im vergangenen Jahr gestiegen. Foto: K.-J. Hildenbrand/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Die Zahl der gewaltsamen Übergriffe auf Mitarbeiter von Ämtern und Behörden ist im vergangenen Jahr gestiegen. Foto: K.-J. Hildenbrand/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Zurück gingen Beleidigungen und Bedrohungen mit Worten oder Gesten. Eingesetzt wurden bei solchen Bedrohungen laut Senat aber auch Alltagsgegenstände - «zum Beispiel Flaschen, Besteck, Schere, Hammer» - und Mobiliar wie Stühle und Tische. Als Waffen kamen «Messer, eine Schusswaffen-Attrappe sowie Brandbeschleuniger» zum Einsatz. «In mehreren Fällen wurden Beschäftigte in Ausübung ihres Dienstes beinahe – in einem Fall tatsächlich – mit PKW angefahren.»

Im vergangenen Herbst war ein Mitarbeiter des Zuführdienstes beim Versuch, einen psychisch Kranken zwangsweise in eine Klinik zu bringen, von diesem mit einer brennenden Flüssigkeit übergossen und getötet worden. Ein Kollege wurde schwer verletzt.

«Wer die Mitarbeiter der Stadt angreift, greift uns alle an und muss dafür konsequent bestraft werden», forderte Gladiator. Es sei die Fürsorgepflicht des Senats, alle Mitarbeiter zu schützen. Der Innenexperte der CDU-Fraktion forderte mehr Selbstverteidigungskurse für die städtischen Beschäftigten.

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