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Muslime begehen Ramadan bei geschlossenen Moscheen

23.04.2020 - Wie die Christen an Ostern ihre Kirchen wegen der Corona-Pandemie nicht nutzen konnten, bleiben den Muslimen nun zum Auftakt des Fastenmonats Ramadan die Moscheen verschlossen. Bürgermeister Tschentscher rief die Bürger zum Tragen von Schutzmasken auf.

  • Ein aufgeschlagener Koran liegt im Gebetsraum einer verschlossenen Moschee. Foto: Bernd Thissen/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein aufgeschlagener Koran liegt im Gebetsraum einer verschlossenen Moschee. Foto: Bernd Thissen/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Wegen der Corona-Krise müssen auch Hamburgs Muslime heute zum Beginn des Fastenmonats Ramadan auf ein gemeinsames Gebet verzichten. «Die Moscheen sind geschlossen», sagte Schura-Vorstandsmitglied Mehdi Aroui. Der Rat der islamischen Gemeinschaften stehe aber in Kontakt mit der Senatskanzlei und hoffe, dass nach einem Gespräch in Berlin die Moscheen Anfang Mai wieder öffnen dürfen, zumindest unter Auflagen. Der Ramadan beginne in diesem Jahr mit dem Sonnenuntergang. Freitag sei der erste Fastentag. Viele Ansprachen zu Freitagsgebeten werden im Internet gestreamt.

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) rief derweil in einer Regierungserklärung in der Bürgerschaft die Menschen zum Tragen von Schutzmasken auf. «Ich bitte alle Bürgerinnen und Bürger, sich auf das Tragen solcher Gesichtsmasken vorzubereiten und diese sinnvolle Vorkehrung zum Schutz vor Infektionen ab kommenden Montag einzuhalten.» Laut einem Beschluss des Senats vom Dienstag ist das Tragen von Mund/Nase-Masken von Montag an in Geschäften, Bussen und Bahnen sowie auf Wochenmärkten Pflicht.

Nach zweimaligen Verschiebungen wegen der Corona-Pandemie starten heute - zwei Monate nach der Bürgerschaftswahl - SPD und Grüne in ihre Koalitionsverhandlungen. Bei der ersten Runde soll es um die Erwartungen an die Zusammenarbeit und die finanziellen Rahmenbedingungen gehen. Beide Parteien haben die Hoffnung geäußert, die Regierungsbildung noch vor der Sommerpause abschließen zu können. SPD und Grüne koalieren in Hamburg bereits seit 2015.

Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) rechnet bereits mit einer zweiten Corona-Infektionswelle Ende des Sommers. «Ich befürchte, dass wir tatsächlich vor einer zweiten Welle stehen, die spätestens (...) im August, vielleicht auch erst Ende August (...) aufbrechen könnte», sagte UKE-Vorstandschef Prof. Burkhard Göke. Und auch für den Herbst zeigte er sich mit Blick auf die dann einsetzende Influenzawelle besorgt.

Die Vorstellung, dass sich die Influenza A-Infektion, die an sich ja sehr belastend und gefährlich sein könne, sich dann auch noch paare mit einer Covid-Infektion, bereite ihm Kopfzerbrechen, sagte der ärztliche Direktor des UKE. Mit Blick auf die intensivmedizinische Betreuung betonte er, derzeit gebe es keine Überforderung der Kapazitäten. «Für den Herbst sind wir unsicher.»

Die Zahl der positiv auf das neue Sars-Cov-2-Virus getesteten Hamburgerinnen und Hamburger stieg unterdessen seit Dienstag um 48 auf 4449. Insgesamt befinden sich nach Behördenangaben 212 Hamburger wegen Covid-19 im Krankenhaus, davon 67 auf Intensivstationen. Das waren acht beziehungsweise ein Patient weniger als am Dienstag. Die Zahl der Gestorbenen erhöhte sich nach Berechnungen des Instituts für Rechtsmedizin um elf auf 95.

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