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Mutmaßliche A7-Steinewerfer wegen Mordversuches vor Gericht

21.11.2018 - Flensburg (dpa/lno) - Wegen versuchten Mordes müssen sich zwei mutmaßliche Steinewerfer von heute an vor dem Landgericht Flensburg verantworten. Die beiden 19-Jährigen sollen in der Zeit vom 11. Februar bis zum 8. Mai in elf Fällen in Flensburg und Umgebung von Brücken herab Steine auf fahrende Fahrzeuge auf der A7 und der B200 geworfen haben. Dabei wurde eine Autofahrerin schwer verletzt. Acht Autos, zwei Lastwagen und ein Bus wurden beschädigt. In einigen Fällen verfehlten Steine nur knapp Autos, oder die Fahrer konnten gerade noch bremsen oder ausweichen.

  • Markierungen auf der A7-Brücke am Ort des Steinwurfs. Foto: Benjamin Nolte/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Markierungen auf der A7-Brücke am Ort des Steinwurfs. Foto: Benjamin Nolte/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die folgenschwerste Tat ereignete sich am 8. Mai. Die Angeklagten sollen einen etwa 46 Kilogramm schweren Feldstein gemeinsam auf die Autobahnbrücke Gottrupel transportiert haben. Einer der Männer soll den Stein von der Brüstung gestoßen haben, als sich gegen 22.25 Uhr ein Auto näherte. Der Stein durchschlug die Windschutz- und die Heckscheibe des etwa 120 km/h schnellen Wagens. Die Fahrerin - Nebenklägerin im Prozess - wurde schwer verletzt. Überlebt hat sie den Unfall nach Auffassung der Staatsanwaltschaft nur, weil der Stein eher auf der Beifahrer- als auf der Fahrerseite des Autos einschlug.

Die Große Strafkammer führt als Große Jugendkammer den Prozess. Insgesamt sind zunächst neun Verhandlungstage bis zum 4. Januar geplant.

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