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Nach Aus für HSV-Hymne Saisonpremiere ohne Lotto King Karl

16.07.2019 - Er gehört zum HSV wie Dino Hermann und die Stadionuhr. Zumindest galt das jahrelang. Doch in dieser Saison müssen die HSV-Fans im Volkspark ohne Lotto King Karl in tragender Rolle auskommen.

  • Der Hamburger Musiker Lotto King Karl spielt auf einem Kran. Foto: Maurizio Gambarini/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der Hamburger Musiker Lotto King Karl spielt auf einem Kran. Foto: Maurizio Gambarini/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Hamburg (dpa/lno) - Musiker Lotto King Karl bleibt trotz des Aus nach 14 Jahren als Stadionsprecher und Sänger der Hymne «Hamburg, meine Perle» dem HSV wie angekündigt treu. Seinen ersten Besuch im Volksparkstadion plant er aber bewusst nicht gleich zum Saisonauftakt der 2. Fußball-Bundesliga am 28. Juli gegen Darmstadt 98.

«Seien wir ehrlich: Für den neuen Stadionsprecher, wer immer es wird, wäre das auch kein besonders gutes Entrée», sagte der 52 Jahre alte Kultbarde der «Hamburger Morgenpost» (Dienstag). «Da sollte man auch Respekt walten lassen.» Unterm Strich sei das Ganze ja ein Politikum.

Für ihn stehe der HSV über allem, betonte Lotto King Karl - und trägt sein bei vielen HSV-Fans durchaus umstrittenes Aus weiterhin mit Würde. «Der Verein ist immer größer als jeder Spieler oder jeder Sänger, der eine Hymne schmettert», sagte er. «Und es bleibt ja mein Verein. Aber jetzt eben auf der anderen Seite des Zaunes.»

Vorstandschef Bernd Hoffmann hatte Lotto King Karl informiert, dass man mit Traditionen wie der Stadionuhr (wird gerade abmontiert) und der Hymne brechen wolle, da sie nach dem Abstieg 2018 in die 2. Liga «in der aktuellen Situation überhaupt nicht mehr zum HSV und zu unserer Haltung passt.» Im Song werden Gegner aus längst vergangenen Bundesliga-Zeiten und deren Chancenlosigkeit in Hamburg besungen.

«Ich bin dem HSV nicht böse», betonte Lotto King Karl erneut, übte dann aber doch leise Kritik am Vorgehen der HSV-Verantwortlichen. «Vielleicht hätte man manche Dinge vermeiden können, wenn wir uns eher mal zusammengesetzt und Dinge besprochen hätten.»

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