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Nach tödlicher Schleusung Iraker in Kiel vor Gericht

12.08.2018 - Kiel (dpa/lno) - Wegen Schleusung mit Todesfolge muss sich ein Iraker bald vor Gericht verantworten. Die Hauptverhandlung am Landgericht Kiel solle am 12. September beginnen, sagte die Leitende Oberstaatsanwältin Birgit Heß der Deutschen Presse-Agentur auf Nachfrage. Der Angeklagte soll Ende Oktober 2015 eine Überfahrt mit über 300 irakischen Flüchtlingen an Bord eines völlig überladenen Holzbootes von der Türkei in Richtung Griechenland mitorganisiert haben. Die Menschen sollten so illegal in die EU eingeschleust werden.

  • Ein Mann geht in das Gebäude des Landgerichts. Foto: Carsten Rehder/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Mann geht in das Gebäude des Landgerichts. Foto: Carsten Rehder/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Das Boot sank vor der türkischen Küste. Dadurch seien vier der mutmaßlich von dem Angeklagten geschleusten Personen ums Leben gekommen, sagte Heß. Darunter waren drei Kinder. Für seine Beteiligung an der Aktion soll der Iraker einen fünfstelligen Euro-Betrag erhalten haben.

Die Staatsanwaltschaft hatte im März Anklage gegen den 27-Jährigen erhoben. Gegen ihn war im vergangenen Oktober Haftbefehl erlassen worden. Er bestritt die Vorwürfe. Für den Prozess sind zahlreiche Fortsetzungstermine angesetzt. Dem Angeklagten droht eine Mindeststrafe von drei Jahren. Er war Ende 2015 nach Deutschland gekommen, beantragte Asyl und lebte mit Frau und Kind im Kreis Rendsburg-Eckernförde.

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