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Niedrige Steuersätze im Norden

20.08.2019 - Kiel/Hamburg (dpa/lno) - Die Kommunen in Schleswig-Holstein haben im Ländervergleich relativ geringe Steuersätze festgelegt. So hatte der Norden bei der Grundsteuer B mit 327 Prozent 2018 den niedrigsten durchschnittlichen Hebesatz aller Flächenländer, wie aus einer Übersicht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young hervorgeht. Die Grundsteuer B wird auf bebaute und bebaubare Grundstücke erhoben. Nicht nur Hausbesitzer müssen sie zahlen, sondern über die Nebenkosten auch Mieter.

  • Ein Abgabenbescheid für die Entrichtung der Grundsteuer liegt auf einem Schreibtisch. Foto: Jens Büttner/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Abgabenbescheid für die Entrichtung der Grundsteuer liegt auf einem Schreibtisch. Foto: Jens Büttner/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Keine Grundsteuer fällt in fünf Orten an: Wesselburener Deichhausen, Hillgroven, Friedrichsgabekoog (alle Kreis Dithmarschen), Südermarsch und Norderfriedrichskoog (Nordfriesland). Den höchsten Hebesatz hat Glücksburg mit 700 Punkten. Da es im Land viele sehr kleine Kommunen mit sehr niedrigen Hebesätzen gibt, ist der Durchschnittswert relativ niedrig. Die durchschnittliche Belastung der Schleswig-Holsteiner mit dieser Steuer betrug 151 Euro im Jahr. Das bedeutete Platz 9 in der Ländertabelle. Hamburg lag mit 258 Euro nach Bremen auf Platz 2.

Schleswig-Holstein nahm im vergangenen Jahr insgesamt 460 Millionen Euro aus der Grundsteuer ein und damit ein Prozent mehr als im Jahr zuvor. In dieser Summe ist auch die Grundsteuer A enthalten, die für Grundstücke der Land- und Forstwirtschaft anfällt. Hamburg kassierte über die Grundsteuer 473 Millionen Euro, zwei Prozent mehr als 2017.

Bei der Gewerbesteuer betrug der durchschnittliche Hebesatz in Schleswig-Holstein 344 Punkte; nur in Bayern und Brandenburg war er unter den Flächenländern niedriger. Lexgaard (Kreis Nordfriesland), Hamfelde (Herzogtum Lauenburg) und Thumby (Rendsburg-Eckernförde) haben mit 250 Prozent den niedrigsten Wert, Kiel, Lübeck und Puls (Kreis Steinburg) mit 450 den höchsten. Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer stiegen 2018 in Schleswig-Holstein um vier Prozent auf 1,3 Milliarden Euro, in Hamburg um 11 Prozent auf 2,1 Milliarden.

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