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Ostermarschierer gehen im Norden für Frieden auf die Straße

22.04.2019 - Seit Jahrzehnten demonstrieren Ostermarschierer für Frieden und Abrüstung. Auch in diesem Jahr gehen in Norddeutschland wieder viele Menschen für eine friedlichere Welt auf die Straße. In Hamburg mit Unterstützung der Friday-for-Future-Schüler.

  • Ein Luftballon mit der Friedenstaube fliegt in den blauen Himmel. Foto: Caroline Seidel © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Luftballon mit der Friedenstaube fliegt in den blauen Himmel. Foto: Caroline Seidel © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Hamburg/Kiel (dpa/lno) - Mehrere tausend Menschen haben am Osterwochenende in Norddeutschland für Frieden und Abrüstung demonstriert. Der mit Abstand größte Ostermarsch fand am Montag in Hamburg statt, wo sich nach Polizeiangaben rund 2000 Menschen dem Zug anschlossen. In Schleswig-Holstein waren die Ostermarschierer deutlich weniger zahlreich und größtenteils schon am Karsamstag auf die Straße gegangen.

In Hamburg beteiligten sich auch Vertreter der Jugendbewegung «Fridays for Future» an dem Marsch, der vom Sankt-Georgs-Krichhof an der Alster entlang durch die Innenstadt führte und mit einem Friedensfest in St. Georg endete. «Nichts verursacht so viel Leid und Umweltzerstörung wie Krieg», sagte der 17-jährige Tom Radtke, der nach eigenen Angaben seit Wochen freitags für eine bessere Klimapolitik auf die Straße statt zur Schule geht. «Lasst uns gemeinsam für eine bessere Klimapolitik und Frieden kämpfen», rief er den Ostermarschierern zu.

Um Nachwuchs müsse er sich angesichts dieses Engagements keine Sorgen machen, sagte Sönke Wandschneider vom Hamburger Forum für Völkerverständigung und weltweite Abrüstung, das den Hamburger Ostermarsch veranstaltet. «Wir Alten können das, was wir in all den Jahrzehnten in unserem Bemühen um eine friedlichere Welt gelernt haben, weitergeben.»

Der Marsch stand unter dem Motto «Abrüsten statt aufrüsten – Atomwaffen abschaffen - Entspannungspolitik jetzt». Das Hamburger Forum setzt sich dafür ein, die Mittel für die Rüstung besser für Bildung und Soziales, Klimaschutz und Energiewende auszugeben. Außerdem müssten Waffenexporte und Militäreinsätze beendet und Atomwaffen verschrottet werden.

In Kiel waren am Karfreitag rund 300 Menschen zum Ostermarsch auf die Straße gegangen. In Flensburg und Wedel bei Hamburg waren es jeweils etwa 200, in Lübeck rund 150. Weitere Ostermärsche gab es in Jagel (Kreis Schleswig-Flensburg), Eutin (Kreis Ostholstein) und - am Ostermontag - in Mölln (Kreis Herzogtum Lauenburg).

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