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Polizeigewerkschaft dringt auf 2. Einsatzhundertschaft

15.07.2019 - Kiel (dpa/lno) - Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat mit Nachdruck eine 2. Einsatzhundertschaft für die Landespolizei in Schleswig-Holstein gefordert. GdP-Landeschef Torsten Jäger verwies am Montag in Kiel auf die 2018 weiter gestiegene Einsatzbelastung. Mit der gesamten Einheit beziehungsweise einzelnen Einheiten habe es allein in Schleswig-Holstein 957 Einsätze gegeben - im Jahr 2017 waren es noch 693 gewesen. Außerhalb des Landes seien 45 Einsatztage angefallen (2017: 40 Einsatztage). Mit einer 2. Einsatzhundertschaft würden der Einzeldienst und die Direktion für Aus- und Fortbildung in der Polizeischule Eutin weniger geschwächt, betonte Jäger.

  • Ein Polizist mit Handschellen und einer Pistole am Gürtel steht vor einem Streifenwagen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Polizist mit Handschellen und einer Pistole am Gürtel steht vor einem Streifenwagen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der GdP-Landeschef erinnerte an eine Zusage der Bundesregierung. «Der Koalitionsvertrag von CDU und SPD sieht Personalverstärkungen für die Länderpolizeien vor», sagte Jäger. Von den 7500 zusätzlichen Polizisten würden nach dem Königsteiner Schlüssel rund 260 Stellen auf Schleswig-Holstein entfallen. «Hier muss der Bund liefern beziehungsweise finanzieren. Dann könnte eine professionelle zweite Einsatzhundertschaft am schnellsten realisiert werden.»

Nicht zufrieden zeigte sich Jäger mit Äußerungen von Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) kürzlich bei einem Besuch in der Polizeischule Eutin. Demnach bleibe es bei den von der Landesregierung geplanten zusätzlichen 500 Polizeistellen bis 2023 für die Landespolizei. «Die Bildung einer 2. Einsatzhundertschaft wird geprüft», zitierte der Gewerkschafter den Sprecher der Landesregierung, Peter Höver. Auch in der Landesregierung dürfte längst klar sein, dass die 500 zusätzlichen Stellen nicht ausreichen werden, sagte Jäger. «Nur mag es offenbar niemand aussprechen.»

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