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Preisgekrönte Werke beim Filmfest Hamburg

10.09.2019 - Das Hamburger Filmfest holt das internationale Kino in die Hansestadt. Viele der auf dem Festival gezeigten Streifen haben zuvor bei großen Festivals wie Cannes, Locarno und Venedig begeistert. Unter den Filmen sind auch einige preisgekrönte Werke.

  • Festivalleiter Albert Wiederspiel spricht bei einer Pressekonferenz des Filmfestes Hamburg. Foto: Christophe Gateau/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Festivalleiter Albert Wiederspiel spricht bei einer Pressekonferenz des Filmfestes Hamburg. Foto: Christophe Gateau/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Hamburg (dpa/lno) - Von den großen Filmfesten in Cannes, Locarno und Venedig direkt in die Hansestadt: Unter den 144 Filmen aus 56 Ländern, die auf dem Filmfest Hamburg gezeigt werden, sind einige preisgekrönte Produktionen. So geht etwa der Locarno-Gewinnerfilm «Vitalina Varela» von Pedro Costa ebenso an den Start wie die Jack-London-Adaption «Martin Eden», die vor wenigen Tagen in Venedig mit dem Preis für den besten Schauspieler (Luca Marinelli) ausgezeichnet wurde. Vom 26. September an werden die internationalen Produktionen zehn Tage lang in den fünf Festivalkinos sowie in acht über ganz Hamburg verteilte Kinos über die Leinwände flimmern.

«Eröffnen werden wir mit einem französischen Film. Das hatten wir schon viele Jahre nicht mehr», sagte Festivalleiter Albert Wiederspiel am Dienstag in Hamburg bei der Vorstellung des Programms. Der Film «Die schönste Zeit unseres Lebens» von Nicolas Bedos habe ihn in Cannes begeistert - vor allem, weil er sehr witzig sei. Überhaupt sei das Filmland Frankreich in diesem Jahre wieder extrem stark vertreten. «Wir haben 20 französische Filme - das ist nicht schlecht», sagte Wiederspiel.

Zum Filmfest werden unter anderem die Schauspieler Nina Hoss, Ulrich Tukur, Ulrich Noethen, Susanne von Borsody, Johanna Wokalek, Adèle Haenel (Frankreich), Monia Chokri (Kanada) und die Regisseure Ken Loach (Großbritannien) und Atom Egoyan (Kanada/Ägypten) erwartet.

Ein Schwerpunkt des Hamburger Festivals ist die Förderung von Nachwuchs-Filmemachern. Deshalb werden auch in diesem Jahr wieder 29 Debüt- und 16 Zweitfilme von Regisseuren in den Kinos laufen. Die Besucher können sich auf fünf Weltpremieren, drei internationale Premieren und vier Europapremieren freuen.

Von den 144 in Hamburg gezeigten Filmen haben lediglich 32 einen deutschen Verleih, wie Wiederspiel sagte. «Die meisten werden nicht ihren Weg in die deutschen Kinos finden. Auch das sehen wir als unsere Aufgabe an: den Reichtum an Filmen zu zeigen, den es in der Welt gibt.»

Dazu gehören seiner Meinung nach auch Filme, die im Anschluss nur bei Streamingdiensten wie Netflix zu sehen sein werden. Es sei ein Auftrag des Festivals, die besten Filme zu zeigen. «Unabhängig davon, wo sie danach hinkommen.» Das sei umso wichtiger, weil sie so «auch ein Leben auf der großen Leinwand haben und nicht nur auf dem kleinen Bildschirm laufen».

Die steigende Zahl an Streamingdienst-Nutzern hat Wiederspiel zufolge auch einen positiven Effekt, weil sich die Nutzer so immer mehr an Untertitel gewöhnen. «Viele gucken im Original mit Untertiteln.» Auch das Filmfest Hamburg will die Filme deutlich häufiger mit deutschen Untertiteln zeigen und so mögliche Sprachbarrieren reduzieren. 87 der 144 Filme werden deshalb deutschsprachig sein oder deutsche Untertitel haben. «Wenn wir mehr Zuschauer haben wollen, dann ist das der Weg.»

Im vergangenen Jahr hatte das Filmfest etwa 43 000 Besucher. Es werden elf Preise verliehen. Schauspielerin Nina Hoss bekommt am 29. September den Douglas-Sirk-Preis für ihr künstlerisches Schaffen. Die Preisgelder des Filmfests betragen 110 000 Euro. Der Etat des Filmfests liegt - ohne die Auszeichnungen - bei 1,2 Millionen Euro, 850 000 Euro davon kommen von der Stadt Hamburg. Der Rest muss über Tickets und Sponsoring erwirtschaftet werden. Die Preise bleiben bei 9,50 Euro pro Vorführung.

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