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Prozess um Tod von Zivilfahnder: Kollision mit Autofahrer

29.01.2021 - In einem Prozess vor dem Landgericht Hamburg geht es heute (13.30 Uhr) um eine Festnahmeaktion, bei der vor knapp einem Jahr ein Polizist tödlich verletzt wurde. Angeklagt ist ein 29-Jähriger, der nach Angaben der Staatsanwaltschaft mit drei Haftbefehlen gesucht worden war.

  • Blick auf das Strafjustizgebäude des Landgerichts Hamburg. Foto: Markus Scholz/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Blick auf das Strafjustizgebäude des Landgerichts Hamburg. Foto: Markus Scholz/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Ein Zivilfahnder der Polizei Itzehoe hatte den Mann in Hamburg-Lurup festnehmen wollen. Der Gesuchte war an einer Bushaltestelle entdeckt worden, wo er mit seinem Auto angehalten hatte. Der Itzehoer Beamte sprang durch die geöffnete Beifahrertür in den Wagen. Es kam zu einem Gerangel. Währenddessen gab der 29-Jährige Gas, wendete über die vierspurige Luruper Hauptstraße und stieß frontal mit dem Auto eines Hamburger Zivilfahnders zusammen.

Der 57-jährige Mitarbeiter des Landeskriminalamtes wurde schwer verletzt und starb acht Tage später im Krankenhaus. Sein Itzehoer Kollege erlitt leichte Verletzungen, der 29-Jährige blieb nach Polizeiangaben unverletzt.

Die Anklage lautet auf Körperverletzung mit Todesfolge. Wie es genau zu dem Zusammenstoß kam, wird nach Angaben eines Gerichtssprechers im Prozess zu klären sein (Az. 601 Ks 5/20). Die Hamburger Polizei hatte nach dem Vorfall mitgeteilt, der 29-Jährige habe nach der Kollision weiter Gas gegeben und den zivilen Polizeiwagen noch elf Meter vor sich her geschoben. Der Tod des Beamten hatte bei der Hamburger Polizei große Betroffenheit ausgelöst.

Warum der Angeklagte mit drei Haftbefehlen gesucht wurde, konnte der Gerichtssprecher nicht sagen. Der 29-Jährige sei 2017 wegen Körperverletzung, Urkundenfälschung und Fahrens ohne Führerschein zu neun Monaten Gefängnis verurteilt worden.

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