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Prozess um Vergewaltigung mit K.-o.-Tropfen: Freisprüche

04.06.2020 - Eine Frau trifft sich mit einer Freundin und zwei Männern in einer Hamburger Shisha-Bar. Sie gehen zusammen tanzen. Sechs Wochen später erstattet sie Anzeige wegen Vergewaltigung unter Einsatz von K.-o.-Tropfen - doch die Anschuldigung lässt sich nicht beweisen.

  • Blick auf das Strafjustizgebäude des Landgerichts Hamburg. Foto: Markus Scholz/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Blick auf das Strafjustizgebäude des Landgerichts Hamburg. Foto: Markus Scholz/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In einem Prozess um die angebliche Vergewaltigung einer Frau mit Hilfe von K.-o.-Tropfen hat das Landgericht Hamburg die angeklagten vier Männer freigesprochen. Zwei der Afghanen im Alter von 26 und 22 Jahren hätten einen Geschlechtsverkehr mit der Nebenklägerin zugegeben, sagte ein Gerichtssprecher nach der Urteilsverkündung am Donnerstag. Man habe aber nicht nachweisen können, dass dies gegen den erkennbaren Willen der Frau geschehen sei. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Die Staatsanwaltschaft hatte sieben beziehungsweise sechs Jahre und zehn Monate Haft gefordert. Die beiden anderen Angeklagten sollten wegen unterlassener Hilfeleistung zu Geldstrafen verurteilt werden. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert.

Die Nebenklägerin, eine Auszubildende zur medizinischen Fachangestellten, und eine Freundin hatten sich nach den Worten der Vorsitzenden Richterin am 7. November 2018 einen «Mädelsabend» machen wollen. In einer Shisha-Bar in Wandsbek trafen sie den 26- und den 22-Jährigen. Die Nebenklägerin kannte die Männer bereits, hatte mit einem von ihnen bereits ein Verhältnis gehabt, wie der Gerichtssprecher sagte.

Die vier jungen Leute tranken zusammen Alkohol und gingen anschließend in einen Club. Am folgenden Tag wachte die Nebenklägerin in der Wohnung des 26-Jährigen auf. Ihre Freundin war noch in der Nacht mit dem Bus nach Hause gefahren. Erst sechs Wochen später, nach einem Streit mit einem der Angeklagten, erstattete die Auszubildende Anzeige. Das Gericht schloss nicht aus, dass der Sex mit den beiden Männern einvernehmlich war. Für das Verabreichen von K.-o.-Tropfen sah die Strafkammer nach gut fünfmonatigem Prozess keinen Beweis.

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