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Restaurants im Norden suchen viele Köche

21.05.2019 - Kiel (dpas/lno) - Vor Saisonbeginn sind offenkundig viele Gaststätten in Schleswig-Holstein noch auf der Suche nach Fachpersonal. Nach Angaben des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) werden im Land noch 1000 bis 1500 Köche benötigt. Darüber berichtete am Dienstag zunächst NDR 1 Welle Nord. Etwa jeder dritte Betrieb suche noch Mitarbeiter für die Küche, sagte Hauptgeschäftsführer Stefan Scholtis auch der Deutschen Presse-Agentur. «Im Zweifel heißt das, dass man seine Speisekarte herunterfahren und die Öffnungszeiten verringern muss», sagte er dem NDR zu möglichen Folgen des Mangels.

  • Eine Auszubildende zur Köchin im dritten Lehrjahr arbeitet in einem Hotel in der Küche eines Restaurants. Foto: Sebastian Gollnow © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Auszubildende zur Köchin im dritten Lehrjahr arbeitet in einem Hotel in der Küche eines Restaurants. Foto: Sebastian Gollnow © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Um Fachkräfte zu bekommen, stellen Betriebe Mitarbeitern speziell in der Fläche auch Autos zur Verfügung oder Zimmer zum Wohnen. «Früher suchten sich die Betriebe ihre Mitarbeiter aus, heute suchen sich die Mitarbeiter ihren Betrieb aus», sagte Scholtis angesichts des Mangels an Fachkräften. Dem NDR sagte er, das Arbeitszeitgesetz müsste so geändert werden, dass es nicht mehr die tägliche Arbeitszeit festlegt, sondern eine wöchentliche Höchstzeit.

«Der Weg zu mehr Fachkräften führt allein über faire Löhne und gute Arbeitsbedingungen», sagte der DGB Nord-Vorsitzende Uwe Polkaehn. «Wenn der Hotel- und Gaststättenverband sich nicht mehr um Gute Arbeit kümmert, wird die Flucht aus dieser Branche anhalten.» Gastwirte und Hotelchefs verprellten Fachkräfte, die auf der Suche nach einem attraktiven Arbeitsplatz seien. «Geschäftsmodelle, die auf Schinderei zu Billiglöhnen basieren, haben keine Zukunft», sagte Polkaehn. «Es ist erbärmlich, welche Bild die Branche abgibt.»

Dehoga-Geschäftsführer Scholtis wies die Kritik zurück. Alte Vorwürfe in Sachen Löhne, Ausbildungsvergütungen und Arbeitszeit würden durch Wiederholung nicht besser, sagte er der dpa. Sie stimmten nicht mit der Wirklichkeit überein. Dass die Branche nicht nur in der Woche von 09.00 bis 17.00 Uhr arbeiten könne, entspreche ihrem Wesen.

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