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Rot-Grün zieht Konsequenzen aus Freikarten-Affäre

22.11.2019 - Hamburg (dpa/lno) - In der Freikarten-Affäre um ein Konzert der Rolling Stones 2017 im Hamburger Stadtpark wollen SPD und Grüne weitere Konsequenzen ziehen: In einem gemeinsamen Antrag für die Bürgerschaft fordern die Fraktionen vom Senat, für einheitliche Maßstäbe bei der Vergabe öffentlicher Flächen und Einrichtungen für Veranstaltungen und bessere Kontrollmechanismen zu sorgen. «Schließlich sollen die Regelungen rund um das Verbot der Geschenkeannahme durch ein Kommunikationskonzept flankiert und ein niedrigschwelliges Angebot von Ansprechpersonen zur Klärung von Zweifelsfällen geschaffen werden», heißt es in dem Antrag.

  • Die wegen Vorteilsnahme angeklagte Elke Badde (SPD) erscheint zum Prozessauftakt. Foto: Axel Heimken/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Die wegen Vorteilsnahme angeklagte Elke Badde (SPD) erscheint zum Prozessauftakt. Foto: Axel Heimken/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bei der Genehmigung des Stones-Konzerts hatte das zuständige Bezirksamt Nord 300 Kauf- und 100 Freikarten vom Veranstalter verlangt, um sie an «Freunde des Bezirksamtes» weiterzugeben. In einem ersten Prozess war am vergangenen Mittwoch die frühere Staatsrätin Elke Badde (SPD) wegen Vorteilsannahme und der Verleitung von Untergebenen zu einer Straftat zu einer Geldstrafe von über 20 000 Euro verurteilt worden.

Fehler und Fehlverhalten dürften nicht ohne Konsequenzen bleiben, sagte Grünen-Fraktionschef Anjes Tjarks am Freitag. «Für die laufende Überprüfung des Veranstaltungsmanagements der Bezirke fordern wir mit unserem Antrag ein, dass künftig einheitliche Maßstäbe bei Gebühren, Entgelten und Verträgen mit Veranstaltern gelten.» Verträge mit einem Wert von über 100 000 Euro sollten dabei immer von einer nicht mit der Genehmigung befasste Behörde gegengecheckt werden.

«Das Konzert mit rund 80 000 Menschen im Stadtpark war für viele Hamburgerinnen und Hamburger ein einmaliges Erlebnis», sagte SPD-Fraktionschef Dirk Kienscherf. «Umso ärgerlicher ist es, dass das Fehlverhalten einiger Amtspersonen hier einen deutlichen Schatten auf die Veranstaltung geworfen hat.»

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