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SPD startet Vorstoß für Entgeltunggleichheit

06.03.2020 - Die SPD im Kieler Landtag will mit einer neuen Initiative gegen die schlechtere Bezahlung von Frauen gegenüber Männern vorgehen. Dazu hat die Fraktion für die Parlamentssitzung in der übernächsten Woche einen Antrag eingebracht. Demnach soll die Landesregierung prüfen, «inwieweit ein Zertifizierungsverfahren zur Einhaltung von Entgeltgleichheit nach isländischem Vorbild in Schleswig-Holstein umzusetzen ist». «Ungleicher Lohn ist ungerecht und einer modernen Gesellschaft nicht würdig», sagte Fraktionsvize Beate Raudies am Freitag in Kiel.

«Wenn die bestehenden Gesetze gegen diese Diskriminierung nicht ausreichen, müssen sie geändert oder ergänzt werden.» Bei der Gleichstellung von Männern und Frauen regle sich fast nichts allein, sagte Raudies. «Entgeltungleichheit aufgrund des Geschlechts ist ungerecht und stellt Diskriminierung dar», heißt es in dem SPD-Antrag. «Das Prinzip des gleichen Lohns für die gleiche und gleichwertige Arbeit muss auch zwischen den Geschlechtern gelten und durchgesetzt werden.» Die Landesregierung solle im öffentlichen Dienst mit gutem Beispiel vorangehen. Teilzeittätigkeit und flexible Arbeitszeitmodelle dürften sich nicht negativ auswirken. Besonders auch auf der Führungsebene müsse der Anteil an Frauen weiter steigen.

  • Beate Raudies, SPD-Abgeordnete, spricht bei der Landtagssitzung in Kiel. Foto: Carsten Rehder/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Beate Raudies, SPD-Abgeordnete, spricht bei der Landtagssitzung in Kiel. Foto: Carsten Rehder/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Am 17. März, dem Tag vor Beginn der Landtagssitzung, ist der Equal Pay Day, der internationale Aktionstag gegen ungleiche Bezahlung von Frauen und Männern. Die Erwerbsbeteiligung von Frauen nehme in Deutschland stetig zu, argumentiert die SPD. Dennoch verdienten sie in vielen Berufen weniger als Männer. In Schleswig-Holstein betrage die Lohnlücke etwa 15 Prozent, in ganz Deutschland 21 Prozent.

Die SPD-Initiative bezieht sich auf Island, das 2018 als erstes Land der Welt ein Gesetz zur Entgeltgleichheit (Equal Pay Act) eingeführt hatte. Es nehme damit eine Vorreiterrolle bei der Gleichstellung der Geschlechter ein, heißt es in der Begründung zu dem Antrag.

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