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SPD will Pflege- und Heimkinder entlasten

15.06.2019 - Kiel (dpa/lno) - Die SPD im Kieler Landtag will die Kostenbelastung von Pflege- und Heimkindern senken. Nach dem Willen der Fraktion soll sich die Landesregierung auf Bundesebene dafür einsetzen, dass Pflege- und Heimkinder höchstens noch 50 Prozent ihres Einkommens als Kostenbeitrag für vollstationäre Leistungen der Jugendhilfe aufbringen müssen. Zudem sollen Freibeträge für Schülerjobs, Praktika, Ferienjobs und Ausbildungsvergütungen eingeführt werden, von denen kein Kostenbeitrag abgezogen werden kann. Das sieht ein Antrag für die Landtagssitzung in der nächsten Woche vor.

  • Ein Junge fährt auf dem Flur des Diakonischen Werkes mit seinen Skates. Foto: Ralf Hirschberger/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Junge fährt auf dem Flur des Diakonischen Werkes mit seinen Skates. Foto: Ralf Hirschberger/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Pflege- oder Heimkinder müssen laut Gesetz einen finanziellen Beitrag leisten, wenn sie eine vollstationäre Betreuung durch eine Pflegefamilie oder eine Pflegeeinrichtung in Anspruch nehmen. «Demnach werden Jugendliche als Leistungsempfänger behandelt und müssen 75 Prozent ihres Nettoeinkommens, welches sie im Rahmen ihrer Ausbildung oder eines Nebenjobs verdienen, an das Jugendamt zahlen», heißt es in der Begründung zu dem SPD-Antrag. «Mit dieser Regelung bleibt kaum etwas vom Einkommen übrig.» Das demotiviere junge Menschen, die von der Jugendhilfe unterstützt werden, überhaupt eine Ausbildung oder einen Schülerjob aufzunehmen.

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