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Saubere Strände für die Gäste: Maschinen und Beach Clean-ups

15.06.2019 - Bevor die Badegäste kommen, kommt die Strandreinigungsmaschine. Die Gäste in den Badeorten Schleswig-Holsteins wissen diesen Service zu schätzen. Dennoch gibt es Beschwerden.

  • Strandkörbe am Strand der Nordseeinsel Amrum. Foto: Holger Hollemann/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Strandkörbe am Strand der Nordseeinsel Amrum. Foto: Holger Hollemann/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Travemünde (dpa/lno) - Eispapier, Scherben und Zigarettenkippen haben an den Stränden Schleswig-Holsteins keine Chance. In den meisten Badeorten an Ost- und Nordsee werden die kurtaxpflichtigen Strände in der Hauptsaison täglich gereinigt. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Wenn es dennoch Gästebeschwerden gibt, drehen die sich nach Angaben der Tourismuszentralen an der Ostsee meisten um angeschwemmten Seetang. An der Nordsee dagegen ärgern sich Badegäste eher über freilaufende Hunde an den Stränden.

Gepflegte Strände sind nach Ansicht der Geschäftsführerin der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein, Bettina Bunge, ein Aushängeschild des Landes. «Schöne, saubere Strände machen das Reiseland Schleswig-Holstein attraktiv», sagt sie. Dafür werde permanent an den Küsten und auf den Inseln gearbeitet.

«Wir reinigen die Strände täglich mit sogenannten Beachcleanern, kleinen Traktoren, die Unrat aus dem Sand heraus sieben», sagt Uwe Kirchhoff, Kurdirektor von Lübeck-Travemünde. «In den Dünen wird der Müll per Hand aufgesammelt, und angeschwemmten Seetang lassen wir mit Radladern abfahren», sagt er.

Auch in den meisten anderen Orten an der Lübecker Bucht werden die konzessionierten Strande, für die Kurtaxe gezahlt werden muss, in der Saison täglich gereinigt. Dabei werden zunehmend auch Bürger und Gäste mit eingebunden. So gib es nach Angaben Bunges «Coastal-Clean-up-Days» vor Saisonbeginn. Auf Fehmarn sind Müllsammelstationen in Planung, und in vielen Orten verleihen Strandkorbvermieter schon seit längerer Zeit Strandaschenbecher an die Gäste, um die Strände kippenfrei zu halten.

Das größte Ärgernis für Badegäste an der Ostsee ist allerdings der Seetang, der vor allem nach Stürmen in großen Mengen angespült wird. «Wenn starke Stürme viel Seetang an den Strand getragen haben und der in einem Tag nicht zu beseitigen ist, gibt es Gästebeschwerden», bestätigt Jana Kononov, Marketingleiterin des Tourismus-Service Grömitz.

Auf der Insel Fehmarn dagegen haben die Beschwerden über die angeschwemmten Algen abgenommen. «Das Umweltbewusstsein der Urlaubsgäste hat zugenommen, deshalb empfinden viele die Seegrasansammlungen inzwischen als weniger störend», vermutet Kim Sophie Böckmann, Pressesprecherin des Tourismus-Service Fehmarn.

Auch auf der Nordseeinsel Föhr wird der insgesamt 15 Kilometer lange Sandstrand täglich gereinigt. Zudem gebe es regelmäßig gemeinsam mit Insulanern und Gästen Beach Clean-ups, sagt eine Sprecherin des Föhr Tourismus. «Beschwerden über den Zustand des Strandes bekommen wir selten», sagt Pressesprecherin Ann-Kathrin Meyerhof. «Wenn Beschwerden kommen, dann eher über Hunde am Strand», sagt sie. Auch am zwölf Kilometer langen Strand von St. Peter-Ording stören sich die Gäste nach Angaben der dortigen Tourismus-Zentrale eher an nicht angeleinten Hunden, als an Seetang und Kippen.

Auch an Hamburgs Elbstränden hat der sogenannte «Strandtrupp» der Hamburg Port Authority (HPA) im Sommer viel aufzuräumen. Sie entsorgt jährlich bis zu 44 Tonnen Müll. Grundsätzlich ließe sich sagen, je besser der Sommer, desto größer die Vermüllung, sagt eine Sprecherin der HPA.

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