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Schulabschluss-Prüfungen: Regierung entscheidet über Absage

25.03.2020 - Wegen der Corona-Pandemie hat Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Prien eine Absage der Abi- und aller anderen Schulabschluss-Prüfungen vorgeschlagen. Während das Kabinett in Kiel am Mittwoch darüber entscheiden will, will Hamburg die Lage nun neu bewerten.

  • Karin Prien (CDU), Bildungsministerin von Schleswig-Holstein. Foto: Monika Skolimowska/zb/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Karin Prien (CDU), Bildungsministerin von Schleswig-Holstein. Foto: Monika Skolimowska/zb/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Schleswig-Holsteins Landesregierung entscheidet am Mittwoch über eine Absage der Abitur- und auch aller anderen Abschlussprüfungen wegen der Corona-Pandemie. Nach den Plänen von Bildungsministerin Karin Prien (CDU) sollen die Schüler stattdessen Abschlusszeugnisse auf Basis bisheriger Noten erhalten. Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (SPD) kündigte deshalb bereits an, die Haltung des Stadtstaats in dieser Frage zu überdenken. Bislang wollte Hamburg an den Abiturprüfungen festhalten. Neben den regulären Terminen ab dem 16. April sollte es Nachschreibetermine und eine zusätzliche dritte Terminschiene geben, um jedem Prüfling die Teilnahme auch im Quarantäne- oder Krankheitsfall zu ermöglichen.

«In der derzeitigen Situation und der besonderen Herausforderung nicht nur für unser Schulsystem, sondern auch jeden einzelnen von uns, halte ich diese Entscheidung für geboten», begründete Prien ihren Vorstoß. Sie sprach angesichts der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus und der Einschränkungen des öffentlichen Lebens von einer außergewöhnlichen Situation. Wann und wie der Unterricht wieder aufgenommen werden könne, sei noch nicht absehbar. Schulsenator Rabe betonte dagegen: «Alleingänge sind in dieser wichtigen Frage nicht vernünftig. Deshalb werden wir jetzt zusammen mit den anderen Ländern prüfen, welche Auswirkungen die Entscheidung in Schleswig-Holstein auf das Abitur in allen anderen Ländern und in Hamburg haben wird.»

Abgeordnete der Jamaika-Koalition aus CDU, Grünen und FDP signalisierten bereits Unterstützung zu Priens Plänen. Allerdings sei ein Teil der Schüler auf eine Abschlussprüfung angewiesen, um den Notendurchschnitt zu verbessern, beispielsweise um den Zugang zu einer weiterführenden Schule oder zu einem Studienfach zu erreichen, sagte die FDP-Bildungspolitikerin Anita Klahn. «Für diese Fälle sollte es die Möglichkeit einer zusätzlichen Prüfungsleistung geben.»

Mitte März wurde der Unterricht an den Schulen eingestellt. Im laufenden Schuljahr wollen im Norden 14 000 Schüler ihr Abitur ablegen. Nach Angaben des Bildungsministeriums meldeten die Schulen zudem 10 415 Schüler zum ersten allgemeinbildenden Schulabschluss an und weitere 12 083 Schüler zum mittleren Schulabschluss.

Hamburg meldete unterdessen den ersten Todesfall, der eindeutig auf eine Infektion mit dem neuartigen Corona-Virus zurückzuführen ist. Der 52 Jahre alte Mann habe sich nach der Rückkehr aus einem Urlaub mit Symptomen und einem positiven Corona-Test in häuslicher Quarantäne befunden, sagte ein Sprecher der Gesundheitsbehörde. Er sei am Sonntagabend gestorben. Eine Untersuchung des Toten durch die Rechtsmedizin ergab nach dpa-Informationen einen direkten Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung.

Die Gesundheitsbehörde werde den Fall als ersten Hamburger Corona-Toten an das Robert Koch-Institut melden, sagte der Sprecher. Bei einem bereits Freitag vorvergangener Woche gestorbenen Bewohner eines Seniorenheims sei eine zwar eine Corona-Infektion festgestellt worden. Doch sei diese wegen umfangreicher Vorerkrankungen des Mannes nicht als eindeutige Todesursache ausgemacht worden.

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