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Schulsenator erwartet Regelbetrieb nach den Sommerferien

23.06.2020 - Die Schulen waren besonders hart von den Corona-Maßnahmen betroffen. Zunächst ganz geschlossen, wechselten sich später Präsenz- und Fernunterricht ab. Nach den Sommerferien will Hamburg zur Normalität zurückkehren.

  • Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (SPD). Foto: Christian Charisius/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (SPD). Foto: Christian Charisius/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Schulsenator Ties Rabe (SPD) geht davon aus, dass die Hamburger Schulen nach den Sommerferien wieder ohne Mindestabstand in den Regelbetrieb gehen können. Zwar müsse angesichts des unvorhersehbaren Corona-Infektionsgeschehens auch immer «mitgedacht werden, dass der Mindestabstand wieder eingehalten werden muss», sagte er am Dienstag im Schulausschuss der Bürgerschaft. Angesichts der aktuell guten Zahlen in Hamburg sei er aber zuversichtlich, dass es nach den Sommerferien «vom Angebot her eine Rückkehr zu den Vollangeboten» von vor der Corona-Krise geben könne.

Ein solches Angebot solle die volle Stundenzahl umfassen «auch mit Sport, mit Musik, mit Theater und anderen Kursen». In besonderen Fällen müsse das Angebot von Hygieneregeln flankiert werden. «Das gilt vor allem für Sport, aber auch fürs Singen und die Bläser-Klassen», sagte Rabe.

Die Aufhebung der Mindestabstandsregel sei schon aus räumlichen Gründen Voraussetzung für die Wiederaufnahme des Regelbetriebes in den Schulen. Ansonsten könnten die Schüler nur in kleineren Lerngruppen im Wechsel im Präsenzunterricht in der Schule und im Fernunterricht betreut werden. Auch darauf müssten sich die Schulen weiter vorbereiten.

Beim Fernunterricht gebe es dringenden Verbesserungsbedarf in Hamburg. «Wir wissen, da ist viel zu tun.» Rabe bat um Geduld. Hamburg arbeite an der Einführung eines einheitlichen digitalen Lernmanagementsystems. «Wir sind noch nicht am Ziel, aber wir werden das auch nicht in den nächsten fünf Wochen erreichen können.»

Um durch die coronabedingten Unterrichtseinschränkungen entstandene Lerndefizite festzustellen, wolle die Schulbehörde in den Jahrgangsstufen 4 und 7 nach den Ferien einen Test durchführen und die Ergebnisse schnell an die Schulen zurückmelden. «Wir wollen den Lehrkräften ermöglichen, sich ein Bild zu verschaffen, wo ihre Schülerinnen und Schüler stehen», sagte der Senator. Zudem werde seine Behörde den Schulen weitere Test für weitere Jahrgänge zur Verfügung stellen, die diese dann in Eigenregie durchführen könnten.

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