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Senat: 500 Millionen Euro Soforthilfe fast komplett vergeben

28.05.2020 - Die Corona-Krise hat Gastwirte, Künstler und andere kreativ Tätige hart getroffen. Hamburg und der Bund haben fast eine halbe Milliarde Euro an Hilfen ausgezahlt. Wie geht es den Schwergewichten der Hamburger Wirtschaft?

  • Andreas Dressel (SPD), Finanzsenator von Hamburg, sitzt im Rathaus. Foto: Daniel Reinhardt/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Andreas Dressel (SPD), Finanzsenator von Hamburg, sitzt im Rathaus. Foto: Daniel Reinhardt/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Zwei Monate nach Beginn des Corona-Soforthilfeprogramms für kleine und mittlere Unternehmen hat Hamburg fast die gesamte Summe von 500 Millionen Euro vergeben. Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) sagte am Donnerstag vor dem Corona-Sonderausschuss der Bürgerschaft, 480 Millionen Euro seien ausgezahlt worden, fast der gesamte Rest sei zugesagt. Die Anträge konnten seit Ende März gestellt werden. Rund zwei Drittel der Antragsteller seien Solo-Selbstständige, größere Unternehmen machten nur ein Prozent aus. Von den Branchen sei vor allem das kreative Milieu in Kunst und Unterhaltung vertreten, das Gastgewerbe mache 14 Prozent aus.

Von den 500 Millionen Euro kamen 40 Prozent von der Stadt und 60 Prozent vom Bund. Dressel hofft, dass das an diesem Wochenende auslaufende Hilfsprogramm vom Bund verlängert wird. Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) deutete an, dass die Zuschüsse möglicherweise um mehrere Monate oder gar bis Ende des Jahres verlängert werden könnten.

Eine andere Form der Hilfe startet aber bereits an diesem Freitag, wie Dressel sagte. Kleine und mittlere Unternehmen bis zu zehn Mitarbeiter sowie soziale Unternehmen können günstige Darlehen zu einem Zinssatz von nur einem Prozent und einer Laufzeit von zehn Jahren bei ihrer Hausbank beantragen. Das Programm Hamburg Kredit Liquidität wird von der städtischen Investitions- und Förderbank getragen, die Stadt garantiert ein Volumen von 300 Millionen Euro.

Die wirtschaftlichen Schäden in den wichtigsten Branchen der Hafenstadt halten sich nach Angaben von Westhagemann in Grenzen. «Es fällt nicht so schlimm aus, wie wir vielleicht erwartet haben», sagte der Senator. Der Containerumschlag im Hafen sei um einen niedrigen zweistelligen Prozentbereich zurückgegangen, der Gesamtumsatz sei einstellig gesunken. Die Stadt habe die Hafengebühren ausgesetzt und kleinere Unternehmen unterstützt. Angespannt sei die Lage in der Luftfahrt, Airbus und Lufthansa-Technik hätten für ihre Mitarbeiter Kurzarbeit angemeldet. Die Stahlindustrie sei wegen der Konkurrenz aus China und den USA unter Druck.

Wenig betroffen von der Krise sei die Chemieindustrie. Im Gesundheitsbereich sehe es zum Teil sehr gut aus. Inzwischen hätten Gastronomie und Hotellerie ihren Betrieb wieder aufgenommen, letztere sei zu 100 Prozent geöffnet. Für Gaststätten seien Gebühren abgesenkt oder erlassen worden, weil sie wegen der Abstands- und Hygieneregeln nach wie vor ihre Kapazität nicht ausschöpfen könnten. Die für Hamburg wichtigen Musical-Veranstalter arbeiteten an Hygienekonzepten, um bei einer weiteren Lockerung der Kontaktbeschränkungen wieder den Betrieb aufnehmen zu können. Westhagemann erwartet, dass es nun auch am Arbeitsmarkt etwas Entspannung gibt.

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