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Smarte Helfer sollen Hamburgs Gewässer sauber halten

13.12.2019 - Sie heißen «Seabin» oder «The Great Bubble Barrier» und sind smarte Geräte, die Müll aus Gewässern holen. Geht es nach dem Willen der Hamburger FDP, dann auch bald aus Elbe, Bille und Alster.

  • Berufstaucher von Polizei und Feuerwehr bergen ein Damenfahrrad aus dem Isebekkanal. Foto: Christian Charisius/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Berufstaucher von Polizei und Feuerwehr bergen ein Damenfahrrad aus dem Isebekkanal. Foto: Christian Charisius/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Hamburg (dpa/lno) - Mit smarten Helfern will die FDP für weniger Müll in Hamburgs Gewässern sorgen. «Müll und Mikroplastik sind nicht nur ein Problem der Weltmeere, sondern auch in Hamburgs Gewässern zu finden», sagte der umweltpolitische Sprecher der Bürgerschaftsfraktion, Kurt Duwe, der Deutschen Presse-Agentur. «Wir wollen die Flüsse und Kanäle unserer Stadt sauberer machen, indem verstärkt auch innovative Maßnahmen zum Einsatz kommen.» Als Beispiele werden in einem Antrag für die Bürgerschaft der Oberflächensauger «Seabin» und das «Bubble Barrier»-Projekt genannt.

«Oberflächenabsauger oder die Erzeugung von Luftbläschen unter Wasser, die den dort treibenden Müll an die Oberfläche bringen, sind erste Ansätze», sagte Duwe. Der «Seabin» saugt Wasser von der Oberfläche ab, fängt Müll und Plastikteilchen auf und leitet das gefilterte Wasser zurück. «Jeder dieser Seabins kann 3,9 Kilogramm an oberflächlichem Müll einschließlich Öl und Mikroplastik pro Tag fassen, was 25 000 Liter Wasser pro Stunde filtern würde», heißt es in dem Antrag. Im Bootshafen des Norddeutschen Regattavereins sei ein solches Gerät bereits seit Sommer vergangenen Jahres im Einsatz.

«The Great Bubble Barrier» ist ein in Amsterdam entwickeltes Gerät, das unter Wasser treibenden Müll mit Luftbläschen an die Oberfläche treibt, wo er dann eingesammelt und entsorgt werden kann. Damit biete das Gerät nicht nur eine umweltschonende und die Schifffahrt nicht beeinträchtigende Möglichkeit, Gewässer zu reinigen, heißt es in dem Antrag. «Zudem könnte es einer zu niedrigen Sauerstoffkonzentration in Hamburgs Gewässern entgegenwirken, die in Sommermonaten gerade in Kanälen zu Fischsterben führen kann.»

Wie viele solcher Geräte eingesetzt werden müssten, soll der Senat prüfen. Da es bislang kaum Fördermöglichkeiten gebe, schlägt die FDP zur Finanzierung ein Sponsoring-Modell durch die Wirtschaft vor. «Der Senat muss sich ernsthaft mit diesen neuartigen Möglichkeiten zur Gewässerreinhaltung auseinandersetzen und Standorte vorschlagen, wo entsprechende Anlagen gebaut werden müssen, um eine flächendeckende Reinigung zu ermöglichen», sagte Duwe.

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