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Sozialsenatorin: Nach Yagmurs Tod Konsequenzen gezogen

16.12.2018 - Hamburg (dpa/lno) - In den fünf Jahren seit dem Tod der kleinen Yagmur aus Hamburg-Billstedt hat die Sozialbehörde laut der zuständigen Senatorin Melanie Leonhard umfangreiche Konsequenzen gezogen. «Wir haben alles, was wir fachlich regeln können, gemacht», sagte die SPD-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. «Aber Jugendhilfe ist ein Prozess, man wird sich die Dinge immer wieder angucken müssen.» Trotzdem könne eines nie ausgeschlossen werden: «Dass ein Mitarbeiter im Jugendamt alles nach den Regeln der Kunst richtig macht und trotzdem eine Entscheidung trifft, die sich im Nachhinein als falsch erweist», betonte Leonhard.

  • Melanie Leonhard (SPD), Sozialsenatorin von Hamburg. Foto: Daniel Reinhardt/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Melanie Leonhard (SPD), Sozialsenatorin von Hamburg. Foto: Daniel Reinhardt/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Kritik kommt vom Familienexperten der CDU-Bürgerschaftsfraktion, Philipp Heißner: «Man hätte in der Vergangenheit entschlossener handeln können», ist der Abgeordnete überzeugt. Heißner ist Mitglied einer von der Bürgerschaft eingesetzten Enquete-Kommission, die seit zwei Jahren Empfehlungen zum Kinderschutz erarbeitet. Ihr Bericht soll im Januar vorgestellt werden. Er wird von den zuständigen Behörden geprüft, hat aber keine Gesetzeskraft.

Heißner kritisierte, dass es in den Jugendämtern nach wie vor nicht genügend Personal gebe und forderte, die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Das Personalbemessungssystem soll laut Senatorin im kommenden Jahr noch einmal bewertet werden.

Die dreijährige Yagmur war am 18. Dezember 2013 an den Folgen der Misshandlungen gestorben, die ihr die Mutter zugefügt hatte. Das Mädchen stand seit seiner Geburt unter der Aufsicht des Jugendamtes, dem viele Fehler vorgeworfen wurden.

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