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Präsidentin begeistert von Special Olympics in Kiel

18.05.2018 - Offenheit, Miteinander und viel Leidenschaft beim sportlichen Wettstreit. Kiel stand fünf Tage lang im Zeichen der Special Olympics. Nie nahmen so viele an nationalen Spielen für Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung teil. Nun kommt eine Änderung.

  • Ein Volleyball-Spiel bei den Special Olympics in Kiel. Foto: Frank Molter/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Volleyball-Spiel bei den Special Olympics in Kiel. Foto: Frank Molter/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Kiel (dpa/lno) - Mehr als zufrieden hat sich die Präsidentin der Special Olympics zum Abschluss der nationalen Spiele für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung in Kiel gezeigt. «Wir haben noch nie solche optimalen Bedingungen gehabt», sagte Präsidentin Christiane Krajewski wenige Stunden vor der Schlussfeier am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. «Aufgeschlossen, bürgernah, offen - einfach ein wunderbares Klima in dieser Stadt», so laute ihr Fazit.

Seit Montag hatten rund 4600 Athleten in 19 Sportarten um Medaillen gekämpft. Das waren so viele wie nie zuvor bei nationalen Spielen. In 16 Disziplinen gingen getreu dem Veranstaltungsmotto «Gemeinsam stark» behinderte und nichtbehinderte Sportler zusammen an den Start. Die Spiele sollen Menschen mit geistiger Behinderung durch den Sport zu mehr Anerkennung, Selbstbewusstsein und letztlich zu mehr Teilhabe an der Gesellschaft verhelfen.

«Da haben viele mitgespielt: Der Wettergott, die Stadt Kiel hat uns wunderbar bei der Organisation unterstützt, das Land hat uns großartig begleitet und die Stimmung hier in Kiel ist wirklich inklusiv», sagte Krajewski. Die Kieler hätten hohen Anteil an Spielen der «kurzen Wege» genommen. «Die Ränge sind überall voll.» Besonders gut angenommen sei das Olympic Town auf der Reventlouwiese. Zudem sei «die Lage an der Kieler Förde ein ganz besonderes Special für unsere Athleten» gewesen.

«Es hat auch viel Wertschätzung gegenüber unseren Athleten gegeben. Es war ein großes Miteinander», sagte Krajewski. Sie wolle keine einzelne Sportart herausheben, sagte die Präsidentin. Es sei für die Veranstalter aber etwas besonderes, dass Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer nicht nur an der Eröffnung teilgenommen, sondern immer wieder zu Wettkämpfen gekommen sei. Nach Ansicht des SPD-Politikers haben die Spiele die Stadt unglaublich bereichert. «Überall war die große Freude zu spüren, die alle Beteiligten ausgestrahlt haben. Für das unbezahlbare, tolle Engagement der vielen Ehrenamtlichen empfinden wir große Dankbarkeit.»

«Es ist auch etwas Besonderes, wenn der Landtagspräsident (Klaus Schlie, CDU . Anmerkung der Redaktion) und der Ministerpräsident (Daniel Günther, CDU) uns zum Familienempfang einladen», sagte Präsidentin Krajewski. Günther zeigte sich ähnlich begeistert. «Was für eine fantastische Woche, was für tolle Special Olympics», sagte der Regierungschef. Die Athleten hätten mit ihrer großen Lebensfreude und ihren sportlichen Leistungen jeden Tag aufs Neue begeistert. «Für mich persönlich waren das spannende Begegnungen und Eindrücke, die ich niemals vergessen werde.»

Bis zu den nächsten nationalen Spielen müssen sich die Sportler aber vier Jahre gedulden. Der Verband hat den Modus für die Special Olympics geändert. Die nächsten nationalen Spiele finden nicht bereits in zwei Jahren, sondern erst 2022 statt. Der Austragungsort steht noch nicht fest. «Es wird in der Zukunft viel mehr Landesspiele geben und regionale Spiele», sagte Krajewski. «Wir haben in Kiel mit 4600 Athleten eine Größenordnung erreicht, die auch irgendwann quantitativ ihr Ende findet.»

Athleten müssten mehr Chancen haben, an Wettkämpfen teilzunehmen. «Deshalb strecken wir das jetzt», sagte Krajewski. Ziel bleibe es, 2023 die Weltspiele nach Deutschland zu holen.

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