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Starker Anstieg der Kurzarbeit in Hamburg

09.04.2020 - Vielen Unternehmen ist wegen der Corona-Krise die Arbeit ausgegangen, besonders in der Gastronomie, dem Tourismus und dem Einzelhandel. Aber auch viele Industriebetriebe produzieren nicht mehr und nutzen die Möglichkeit zur Kurzarbeit.

  • Eine Frau füllt einen Antrag auf Kurzarbeitergeld aus. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Frau füllt einen Antrag auf Kurzarbeitergeld aus. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Wegen der Corona-Krise schicken zahlreiche Unternehmen ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit. Bis zum 5. April waren 22 480 Anmeldungen eingegangen, teilte die Hamburger Arbeitsagentur am Donnerstag in Hamburg mit. Das war ein Anstieg um 76 Prozent gegenüber dem ohnehin bereits hohen Stand von Ende März. Im Laufe der vergangenen Tage dürften weitere Anmeldungen bei der Arbeitsagentur eingegangen sein. «Kurzarbeit wird branchenübergreifend stark nachgefragt und entsprechend angezeigt», sagte Agenturchef Sönke Fock. «Die aktuellste Auswertung bestätigt diese Einschätzung leider deutlich.»

Aus den Anmeldungen lässt sich noch nicht ableiten, wie viele der rund eine Million Hamburger Arbeitnehmer tatsächlich in Kurzarbeit gehen werden und dann mit 60 (mit Kindern 67) Prozent ihres Nettoeinkommens auskommen müssen. In den Anmeldungen sind kleine und große Firmen enthalten, wie zum Beispiel die Lufthansa Technik mit 8000 Arbeitnehmern. Aus der Anmeldung allein kann auch nicht geschlossen werden, dass die Kurzarbeit auch tatsächlich umgesetzt wird. Bessert sich die Auftragslage oder werden Beschränkungen aufgehoben, können die Unternehmen ihre Arbeitnehmer vielleicht weiterbeschäftigen und machen von der Anmeldung keinen Gebrauch.

Die Unternehmen melden die Kurzarbeit an, erhalten in der Regel von der Arbeitsagentur eine Genehmigung und zahlen das Kurzarbeitergeld aus, das ihnen später von der Arbeitsagentur erstattet wird. «Wir finanzieren lieber Kurzarbeit als Arbeitslosigkeit», sagte Fock. Für die Arbeitsagentur gelte es vordringlich, die hohe Anzahl der eingegangenen Anzeigen zu bearbeiten. «Wir haben zusätzlich Berufsberater, Arbeitsvermittler, Sachbearbeiter und Kollegen aus dem ärztlichen und betriebspsychologischen Dienst für die Anzeigenbearbeitung geschult.» Über 80 Mitarbeiter beraten täglich über eine Arbeitgeber-Hotline.

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