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Starkoch Mälzer und Hamburger Politiker empört über Adidas

29.03.2020 - Der Stopp von Mietzahlungen für Ladengeschäfte großer Unternehmen hat eine Welle der Empörung ausgelöst - auch in Hamburg. Starkoch Tim Mälzer (49) sagte in seinem Podcast «Fietes Spezial Menü»: «F... Adidas. Ich kauf keine Adidas-Schuhe mehr, wenn die das wirklich bewahrheiten sollten, dass sie die Miete nicht mehr bezahlen». Er bezeichnete das Vorgehen als «Unding» und ergänzte: «Wenn ein großes Unternehmen deutscher Herkunft in DER Krise der Nation seit dem Zweiten Weltkrieg zuerst an sein eigenes Unternehmensergebnis denkt, ist das eine beschissene Vorbildfunktion.»

  • Der Koch Tim Mälzer. Foto: Georg Wendt/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der Koch Tim Mälzer. Foto: Georg Wendt/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Mälzers geschäftliche Existenz ist nach seinen bereits zuvor gemachten Angaben von der Corona-Krise bedroht. Er hat mehrere Restaurants in Hamburg, die nun geschlossen sind. Der Gastronom beschäftigt nach eigenen Angaben 200 Mitarbeiter. Im Rahmen der Aktion «Kochen für Helden» versorgt er aber - wie andere Gastronomen - Menschen mit Mahlzeiten, die «den Laden am Laufen halten», darunter Ärzte, Pfleger, Angestellte in Apotheken und Supermärkten sowie Bedürftige.

Auch Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) schloss sich der Kritik an dem Sportartikelhersteller an. In dem Podcast «Leben mit Corona» der «Hamburger Morgenpost» und der Gute Leude Fabrik bezeichnete Dressel das Vorhaben des Konzerns als «Schweinerei», wie die Herausgeber am Sonntag berichteten. «Dieses Moratorium ist natürlich gedacht für den kleinen Mieter und nicht für den Großkonzern, der Milliardengewinne macht. Das ist nicht in Ordnung.»

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) machte in dem Mälzer-Podcast zu den geplanten Hamburger Finanzhilfen deutlich: «Man soll die Hilfen bekommen, aber eben auch nur dann, wenn man sie benötigt.» Beide SPD-Politiker warnten vor Missbrauch. Hamburg werde sehr auf Verstöße achten, bekräftigte Dressel. «Wer da bescheißt, muss nachher damit rechnen, dass er auch seine Soforthilfe zurückzahlen muss.»

Neben Adidas hatten auch Handelsketten wie Deichmann und H&M und andere Markenhersteller ihre Mietzahlungen eingestellt.

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