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Stieftochter missbraucht: Über sechs Jahre Haft

16.12.2019 - Kiel (dpa/lno) - Für schweren sexuellen Missbrauch seiner Stieftochter ist ein 39-Jähriger aus Chemnitz zu insgesamt sechs Jahren und drei Monaten Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das teilte ein Gerichtssprecher am Montag mit.

  • Ein hölzerner Hammer liegt auf der Richterbank in einem Verhandlungssaal. Foto: Uli Deck/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein hölzerner Hammer liegt auf der Richterbank in einem Verhandlungssaal. Foto: Uli Deck/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Jugendkammer des Kieler Landgerichts stützte das Urteil auf die Aussagen der heute 16-Jährigen, die sie - ebenso wie zuvor eine Gutachterin - als erlebnisbasiert und glaubwürdig einstufte. Die junge Frau musste auch vor Gericht aussagen, weil ihr Stiefvater die Vorwürfe bestritt. Das Verfahren war weitgehend nicht öffentlich. In einigen Fällen wurde der Mann den Angaben zufolge freigesprochen. Die Erinnerungen reichten in diesen Fällen nicht für eine Verurteilung aus.

Die Staatsanwältin hatte neuneinhalb Jahre Haft gefordert, der Vertreter der Nebenklage fünf Jahre. Der Verteidiger plädierte auf Freispruch. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Haftbefehl gegen den Angeklagten bleibt aber auf Anordnung des Gerichts bestehen. Der Mann sitzt seit Februar in Untersuchungshaft. Die Anklage warf ihm vor, die Stieftochter von 2013 bis 2019 zunächst in Sachsen-Anhalt und dann in Kiel missbraucht zu haben.

Weil der Stiefvater zwischen den sexuellen Übergriffen auf seine Stieftochter wegen anderer Delikte verurteilt worden war, musste die Jugendkammer nach Angaben des Sprechers zwei Gesamtfreiheitsstrafen aussprechen. Einmal zu drei Jahren und sechs Monaten wegen eines Falles schweren sexuellen Missbrauchs der Stieftochter. Die zweite Strafe betraf vier Fälle sexuellen Missbrauchs. Dafür verhängte die Kammer demnach zwei Jahre und neun Monate Haft. 

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