Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Strandampeln zeigen Rot: Kaum noch Plätze in Lübecker Bucht

07.08.2020 - Meteorologen versprechen Sonne satt bis Montag. Schon am Freitag sind viele Strände an der Ostsee voll. Die Straßen auch. Es wird nicht nur ein sonniges, sondern auch ein Stau-Wochenende.

  • Badegäste geniessen im Juli den Nachmittag am Ostseestrand. Foto: Markus Scholz/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Badegäste geniessen im Juli den Nachmittag am Ostseestrand. Foto: Markus Scholz/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Angesichts des sonnig-heißen Wochenendes mit Temperaturen von bis zu 34 Grad hat am Freitag der Ansturm auf die Badeorte Schleswig-Holsteins begonnen. Die sogenannte Strandampel auf der Website strandticker.de zeigte bereits am Mittag an, dass in der Lübecker Bucht für Ausflügler nur noch wenige freie Plätze zur Verfügung standen.

Am Nachmittag standen in Timmendorfer Strand, Scharbeutz, Haffkrug, Sierksdorf, Neustadt, Pelzerhaken, und Rettin alle Ampeln auf Rot beziehungsweise Gelb. Mit Hilfe der Internetseite wollen die Orte an der Lübecker Bucht die Strandbesucher zu weniger frequentierten Bereichen umleiten, damit die wegen der Corona-Pandemie geltenden Abstandsregeln am Strand eingehalten werden können.

An der Nordseeküste in Schleswig-Holstein gibt es bislang keine Strandampel. In St. Peter-Ording bietet der rund 12 Kilometer lange Sandstrand genügend Platz für alle Gäste, wie eine Sprecherin der Tourismuszentrale sagte. Auch in Büsum «zeigt die Erfahrung, dass wir an Deich und Strand genug Platz haben», sagte Olaf Raffel vom Büsum Marketing Tourismus.

Doch nicht nur die Zielorte waren voll, auch die Wege dorthin. So mussten Autofahrer am Freitagnachmittag an der Elbfähre Glückstadt-Wischhafen Wartezeiten von bis zu zwei Stunden einplanen.

Die Wyker Dampfschiffs-Reederei warnte auf ihrer Website, im Wattenmeer könne es am Wochenende aufgrund des vorhergesagten Niedrigwasserstandes zu Änderungen im Fahrplan der Fähren zu den nordfriesischen Inseln und Halligen kommen.

Auf der Ostseeautobahn A1 Hamburg Richtung Lübeck staute sich der Verkehr zwischen Barsbüttel und dem Kreuz Bargteheide auf sechs Kilometern. Der ADAC hatte im Vorfeld die Autofahrer vor einem Stau-Wochenende im Norden gewarnt. In Berlin, Brandenburg und Schleswig-Holstein enden die Ferien an diesem Wochenende, in Nordrhein-Westfalen am Dienstag. Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland folgen eine Woche später. Vor allem auf den «Heimreisespuren» sei deshalb mit einer Zunahme des Verkehrs zu rechnen, warnten die Verkehrsexperten des Automobilclubs. Größere Staugefahr herrscht demnach auf den Autobahnen und Fernstraßen von und zur Nord- beziehungsweise Ostsee sowie im Großraum Hamburg.

Denn die Ferien-Rückkehrer müssen sich die Straßen mit den Tagesausflüglern teilen. Dem Norden steht ein tropisch-heißes Wochenende bevor. Der Deutsche Wetterdienst DWD verspricht für Hamburg und Schleswig-Holstein sonnig-heiße Tage mit lauen Nächten. So sollen am Sonnabend im Binnenland tropische Temperaturen von bis zu 34 Grad erreicht werden, an den Küsten von Nord- und Ostsee bis 30 Grad. Ein paar Quellwolken und ein einzelnes Hitzegewitter seien «nicht völlig ausgeschlossen», teilte der DWD am Freitag mit.

Das Hochsommerwetter mit späteren Quellwolken und eventuell einem Hitzegewitter wird sich nach Angaben der Meteorologen bis einschließlich Montag fortsetzen. Bei schwachen Winden klettern die Temperaturen am Sonntag und am Montag auf Höchstwerte zwischen 29 und 33 Grad. An der See wird es nicht ganz so warm. Die Nächte sollen weiterhin sehr lau sein mit Temperaturen von bis zu 20 Grad.

Dabei warnen die Experten vor Wald- und Grasbränden. So liegt die Waldbrandgefahr in Hamburg und Schleswig-Holstein am Sonnabend größtenteils auf Stufe vier auf der fünfteiligen Skale entsprechend «hoher Gefahr». Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) mahnte entsprechend, Rauchen und offenes Feuer im Wald beziehungsweise in Waldnähe zu vermeiden: «Im inzwischen dritten Jahr in Folge sind unsere Wälder extrem trocken, die Waldböden vielerorts ausgedorrt, der Grundwasserspiegel oftmals abgesunken», sagte BUND-Sprecherin Nicola Uhde. «In dieser Situation reicht ein kleiner Funke, um einen Brand zu entfachen.»

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren