Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Studie: Fußgängerzone in Ottensen bei Anwohnern beliebt

05.02.2020 - Das Verwaltungsgericht Hamburg hält sie zwar für mit hoher Wahrscheinlichkeit rechtswidrig. Anwohner und Passanten finden die temporäre Fußgängerzone in Ottensen dennoch mit großer Mehrheit gut oder sehr gut. Gewerbetreibende sind da skeptischer.

  • Menschen tanzen bei der Eröffnung des sechsmonatigen Verkehrsversuchs auf der Ottensener Hauptstraße. Foto: Bodo Marks/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Menschen tanzen bei der Eröffnung des sechsmonatigen Verkehrsversuchs auf der Ottensener Hauptstraße. Foto: Bodo Marks/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Hamburg (dpa/lno) - Die temporäre Fußgängerzone in Hamburg-Ottensen hat bei Anwohnern und Passanten sehr großen Anklang gefunden. Bei Gewerbetreibenden dagegen fiel der Verkehrsversuch «Ottensen macht Platz» dagegen durchwachsen aus, wie aus der am Mittwoch vorgelegten Evaluation durch die Technische Universität Hamburg-Harburg hervorgeht. 44 Prozent der Geschäftsleute halten das Projekt demnach für gut oder sehr gut, 40 Prozent für schlecht oder sehr schlecht. Für die Studie seien zwischen dem 11. und 24. November 6400 Haushalte befragt worden, 1779 oder 27,8 Prozent hätten geantwortet. Bei den Gewerbetreibenden hätten sich zwischen dem 8. und 19. Januar im Projektgebiet 39 Prozent der Befragten beteiligt.

Von den direkt im Projektgebiet rund um den Spritzenplatz wohnenden Menschen befanden 57 Prozent die Gesamtwirkung für Ottensen für gut oder sehr gut, 33 Prozent für schlecht oder sehr schlecht. Bei den Nachbarn seien es 60 zu 25 Prozent, bei in der Umgebung lebenden Menschen 75 zu 14 Prozent. Alle zusammen wünschen sich der Studie zufolge zu 83 Prozent eine Fortsetzung des Projekts, wobei 56 Prozent Veränderungen vornehmen würden. An erster Stelle stehe dabei ein Umbau des Straßenraums, gefolgt von einer Ausweitung des Gebiets.

Auch wenn sich eine große Mehrheit der Gewerbetreibenden eine Fortsetzung des Projekts wünscht (gut 75 Prozent), kommt aus ihrem Kreis die meiste Kritik. So habe sich für gut 58 Prozent ihre Erreichbarkeit für die Kunden geringfügig oder sehr verschlechtert. Noch deutlicher ist die Kritik bei der Erreichbarkeit durch Lieferanten. Dort habe sich die Lage für rund 70 Prozent geringfügig oder sehr verschlechtert. Entsprechend wünschen sich die Gewerbetreibenden am meisten eine Lockerung der Zugangsrestriktionen, gefolgt vom Umbau des Straßenraums.

Ursprünglich sollte der Verkehrsversuch «Ottensen macht Platz» noch bis Ende Februar laufen. Doch da das Verwaltungsgericht Hamburg Ende Januar Eilanträgen von zwei Anliegern stattgegeben hatte, die sich gegen das seit September 2019 laufende Projekt richteten, brach der Bezirk Altona den Verkehrsversuch Anfang Februar vorzeitig ab. Am 20. Februar will die Bezirksversammlung nun unter Berücksichtigung der Ergebnisse aus der Evaluierung des Verkehrsversuchs über das weitere Vorgehen entscheiden. Bezirkspolitiker zeigten sich bereits zuversichtlich, dass das Projekt dauerhaft fortgesetzt werden könne.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren