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Sylter wollen vorerst keine Tagestouristen

12.05.2020 - Die Lieblingsinsel der Deutschen öffnet sich am 18. Mai wieder für Besucher, Tagestouristen sollen aber vorerst nicht nach Sylt gelassen werden. Das fordern alle Sylter Gemeinden, Unternehmer und Sylt Marketing in einem gemeinsamen Schreiben an Nordfrieslands Landrat Florian Lorenzen (CDU), wie eine Pressesprecherin von Sylt Marketing der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag bestätigte. Das Betretungsverbot für Tagestouristen sollte möglichst noch bis Anfang Juni oder besser bis Mitte des Monats verlängert werden und auch für die Inseln Amrum und Föhr gelten. Zuvor hatte NDR 1 Welle Nord darüber berichtet.

  • Ein Mann läuft an der Strandpromenade in Westerland. Foto: Carsten Rehder/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Mann läuft an der Strandpromenade in Westerland. Foto: Carsten Rehder/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Sorge bereitet den Unterzeichnern vor allem das Himmelfahrts- und Pfingstwochenende, wo üblicherweise größere Gruppen anreisen, «die ihren Tagesausflug auf die Insel mit einem erhöhten Konsum von alkoholischen Getränken verbinden und insofern schwerer zu lenken sein werden», heißt es in dem Brief, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Auch die Züge könnten wieder voll werden, deshalb wäre ein Beförderungsverbot von Tagesgästen für die DB Regio sinnvoll. Für Sylt würde dies eine wesentliche Entspannung der Gästekonzentration an neuralgischen Punkten wie Promenaden und Fußgängerzonen bringen.

Der Kieler Tourismusminister Bernd Buchholz (FDP) hatte am Vortag im NDR erklärt, sein Ministerium sei gerade dabei für das Himmelfahrts- und das Pfingstwochenende mit den Landräten und Bürgermeistern in den touristischen Hotspots zu überlegen, ob man Zugangsbeschränkungen erlassen müsse. Für die besonders beliebten Strände, wo es richtig eng werde, könnten aber auch für bestimmte Tage Betretungsverbote nicht ausgeschlossen werden.

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