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Theaterfestival «Lessingtage» zu Klimawandel und Migration

16.01.2020 - Wem gehört die Welt? Ganz im Sinne ihres Namensgebers, des Aufklärers Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781), beschäftigen sich die «Lessingtage» mit den brennenden Fragen der Zeit.

  • Vandana Shiva spricht beim Gipfel für globale Solidarität. Foto: picture alliance / Christina Sabrowsky/dpa/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Vandana Shiva spricht beim Gipfel für globale Solidarität. Foto: picture alliance / Christina Sabrowsky/dpa/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Hamburg (dpa/lno) - Beim Festival «Um alles in der Welt - Lessingtage» des Hamburger Thalia Theaters dreht sich in diesem Jahr alles um die Themen Klimawandel, Migration und Kolonialismus. Vom 18. Januar bis zum 9. Februar stehen Gastspiele und Koproduktionen aus Deutschland, Belgien, Frankreich, Namibia und Mexiko auf dem Programm, teilte das Thalia Theater mit. Eröffnet wird das Festival am Sonntag (19. Januar) von der indischen Aktivistin Vandana Shiva. Seit Jahrzehnten setzt sich die Trägerin des alternativen Nobelpreises für eine nachhaltige Landwirtschaft ein und wurde damit eine Ikone der Antiglobalisierungsbewegung.

Am selben Abend hat in der Gaußstraße die Thalia-Produktion «Hereroland» Premiere. Das deutsch-namibische Projekt sucht den Dialog über ein dunkles Kapitel der Geschichte beider Länder: den Genozid an den Herero und Nama durch die deutsche Kolonialmacht Anfang des 20. Jahrhunderts. Schon am 18. Januar gibt es das erste große Gastspiel: «Die Edda», eine bildgewaltige Überschreibung des großen nordischen Schöpfungsmythos in der Regie von Thorleifur Örn Arnarsson vom Burgtheater Wien.

In dem belgischen Gastspiel «Reverse Colonialism!» von Ahilan Ratnamohan und Star Boy Collective versuchen drei Performer, ursprünglich aus Kamerun und Nigeria und in Belgien lebend, das Migrations-Integrations-Debakel zu lösen, indem sie provokativ und unterhaltsam einen utopischen Staat für europäische Afrikaner und afrikanische Europäer entwerfen, über dessen Gesetze das Publikum aktiv mitentscheiden darf.

Mit «Orest in Mossul» kommt eine moderne Version der antiken Orestie nach Hamburg, inszeniert von Milo Rau vom NT Gent. Mit einem Ensemble aus irakischen und europäischen Schauspielern, Musikern und Laien erzählt er vom Leben in der zerstörten Stadt Mossul und versucht eine Antwort auf eine der ältesten Fragen der Menschheit zu finden: Wie lässt sich der ewige Kreislauf von Gewalt und Rache durchbrechen?

Zwei politische Gastspiele kommen aus Mexiko in die Gaußstraße: Das Theaterkollektiv Teatro Línea de Sombra thematisiert in seiner Performance «Amarillo» die Situation von Migranten auf ihrer gefährlichen Reise in die USA. In «Andares» entwickelt der Regisseur Héctor Flores Komatsu ein vielschichtiges Panorama der indigenen Jugend Mexikos zwischen Tradition und Moderne. Die Gastspiele werden von Lesungen, Ausstellungen und Diskussionen ergänzt.

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