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Thering zu CDU-Neuausrichtung: Wollen «Kümmerer-Partei» sein

06.03.2020 - Bei der Hamburger Bürgerschaftswahl fuhr die CDU ihr drittes historisch schlechtestes Ergebnis hintereinander ein. Nun soll es einen Wechsel an der Fraktionsspitze geben. Kandidat ist Dennis Thering. Er hat viel vor, um die CDU wieder nach vorn zu bringen.

  • Dennis Thering (CDU), der seine Fraktion künftig in der Bürgerschaft führen will. Foto: Axel Heimken/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Dennis Thering (CDU), der seine Fraktion künftig in der Bürgerschaft führen will. Foto: Axel Heimken/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der mögliche neue Hamburger CDU-Fraktionschef Dennis Thering will seiner Partei wieder ein klares Profil geben. «Ich glaube, wir sind zuletzt wie ein großer Gemischtwarenladen aufgetreten», sagte der 35-Jährige der Deutschen Presse-Agentur zwei Wochen nach dem schlechten Abschneiden seiner Partei bei der Bürgerschaftswahl. Zum Schluss hätten die Menschen gar nicht mehr gewusst, wofür die CDU überhaupt stehe. «Das wird es zukünftig nicht mehr geben.» Ihm sei ganz wichtig, vor Ort intensiver mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen. «Um noch besser ihre Anliegen aufzunehmen und ins Rathaus zu tragen», erklärte Thering weiter. «Wir wollen die Kümmerer-Partei sein.»

Thering will bei der konstituierenden Sitzung der CDU-Bürgerschaftsfraktion am 16. März seine Kandidatur für den Vorsitz erklären. Der bisherige Vorsitzende André Trepoll unterstützt Thering und wird ihn nach CDU-Angaben als seinen Nachfolger vorschlagen. «Die Menschen bekommen eine Politik, die sich vor allem wieder an ihren Interessen orientiert - gerade auch im Verkehrs- und im Wirtschaftsbereich», sagte Thering zu seinen Plänen, wie sich die CDU in der Hansestadt neu ausrichten soll.

Auf die immer wieder zu hörende Kritik, in der CDU Hamburg seien zu wenig Frauen in wichtigen Positionen, sagte Thering: «Für mich ist ganz klar, dass zu einem guten Team immer Frauen und Männer gehören. Von daher werden wir uns in der Fraktion so aufstellen, dass im Führungsteam natürlich Frauen genauso wie Männer mitarbeiten. Da sind wir zurzeit in guten Gesprächen.»

Er wolle als neuer Fraktionsvorsitzender mithelfen, die CDU «nach diesem katastrophalen, schlechten Wahlergebnis wieder aufzubauen», betonte Thering, der bislang stellvertretender Fraktionschef war. «Ich mache für mein Leben gern Politik.»

Die CDU war bei der Bürgerschaftswahl am 23. Februar nur auf 11,2 Prozent der Stimmen gekommen und wird über 15 Mandate verfügen. Am Montag gibt es ein Sondierungsgespräch mit der SPD, die stärkste Kraft wurde. Anschließend reden SPD und Grüne noch einmal miteinander. Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) will sich erst einmal beide Optionen offenhalten, nennt Rot-Grün aber naheliegend.

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