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Tödlicher Unfall: Tatverdächtiger äußert sich zu Vorwürfen

10.01.2020 - Lübeck (dpa/lno) - Fast drei Wochen nach einem tödlichen Verkehrsunfall mit Fahrerflucht bei Reinbek im Kreis Stormarn hat sich der mutmaßliche Unfallfahrer erstmals zu den Vorwürfen geäußert. In seiner Vernehmung habe er ausgesagt, dass er bei dem Aufprall von einem Steinschlag ausgegangen sei, sagte die Lübecker Oberstaatsanwältin Ulla Hingst am Freitag. Er habe aber zugegeben, mit seinem Auto zur fraglichen Uhrzeit an der Unfallstelle gewesen zu sein. Gegen den 36 Jahre alten Mann aus dem Kreis Stormarn wird wegen Verdachts der fahrlässigen Tötung und des unerlaubten Entfernens vom Unfallort ermittelt. Zuvor hatte «Bild.de» darüber berichtet.

  • Das Mikrofon für Wortbeiträge steht im Gerichtssaal. Foto: Carsten Rehder/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Mikrofon für Wortbeiträge steht im Gerichtssaal. Foto: Carsten Rehder/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach Angaben der Staatsanwältin hat der Mann ausgesagt, er habe einen lauten Knall gehört. Er habe angehalten, aber auf der vollkommen dunklen Straße keine Menschen oder andere Fahrzeuge gesehen. Deshalb sei er von einem Steinschlag ausgegangen und weitergefahren, sagte Hingst. Bei dem Unfall am Abend des 21. Dezember 2019 war ein 42 Jahre alter Fußgänger ums Leben gekommen.

Der mutmaßliche Unfallfahrer befindet sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft auf freiem Fuß. Ein Gutachter soll nun den genauen Unfallhergang rekonstruieren.

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