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Trepoll wirft seiner Partei antiquiertes Bewusstsein vor

28.05.2019 - Hamburg (dpa/lno) - Hamburgs CDU-Oppositionsführer André Trepoll hat nach der Niederlage seiner Partei bei der Europawahl den Wahlkampf der Bundes-CDU scharf kritisiert. «Ich habe selten einen thematisch so leeren Wahlkampf von uns erlebt wie bei dieser Europawahl», sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende in der rot-grün dominierten Hamburgischen Bürgerschaft am Dienstag der Onlineausgabe des «Hamburger Abendblatts». «Im Prinzip war das eine Volksabstimmung über mehr Klimaschutz, und dass da die Grünen so gestärkt draus hervorgehen, war zu erwarten. Wir hatten dem wenig entgegenzusetzen.»

  • Trepoll wirft seiner Partei antiquiertes Bewusstsein vor. Foto: Axel Heimken/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Trepoll wirft seiner Partei antiquiertes Bewusstsein vor. Foto: Axel Heimken/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Unverständlich sei für ihn, dass sich Kanzlerin Angela Merkel nicht mehr in den Wahlkampf eingeschaltet habe. «Sie ist die beliebteste Politikerin und hat europaweit ein gutes Standing.»

Kritisch zeigte sich Trepoll auch beim Umgang der CDU mit dem Video «Die Zerstörung der CDU» des Youtubers Rezo. Dass die Partei auf die Abrechnung mit der CDU-Politik erst mit Tagen Verzögerung und dann nur schriftlich reagiert habe, zeige, dass es im Konrad-Adenauer-Haus «ein zu stark antiquiertes Bewusstsein, was moderne Kommunikation angeht» gebe.

«Wenn das in Hamburg passiert wäre, hätte ich mir den jüngsten Abgeordneten geschnappt, ihm die Krawatte vom Hals gerissen und die Haare blau gefärbt», sagte Trepoll dem «Abendblatt». Anschließend hätte er ihn ebenfalls in einem Video die Leistungen der CDU darlegen lassen. «Da gibt es genug Argumente, die man hätte vorbringen können.» Generell setze die CDU zu wenig auf soziale Medien. Die CDU bleibe auf dem Feld «eklatant hinter den politischen Mitbewerbern» zurück. Das müsse dringend aufgearbeitet werden.

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