Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Tropen-Aquarium Hagenbeck: Echsen auf Winterdiät

16.01.2020 - Vorlieben, drohendes Übergewicht und Vitaminhaushalt spielen wichtige Rollen bei der Versorgung exotischer Tierarten im Tropen-Aquarium Hagenbeck. Und dann gilt es noch den Tierschutz zu beachten - beim Futter.

  • Ein Krokodilteju frisst im Tropen-Aquarium vom Tierpark Hagenbeck eine Weinbergschnecke. Foto: Daniel Reinhardt/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Krokodilteju frisst im Tropen-Aquarium vom Tierpark Hagenbeck eine Weinbergschnecke. Foto: Daniel Reinhardt/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Hamburg (dpa/lno) - Die Echsen im Tropen-Aquarium Hagenbeck sind auf Winterdiät. «Da wir auf den Body-Mass-Index unserer Tejus achten müssen, füttern wir sie nur zwei Mal die Woche», sagte Tierpfleger Florian Ploetz am Donnerstag in Hamburg. Im Sommer hingegen, bei größerer Wärme, seien die Krokodilstejus aktiver und bekämen dreimal pro Woche ihre Leibspeise zum Knacken: Weinbergschnecken aus dem Delikatessenladen.

Auch bei den Fischen im Aquarium werde ganz genau abgewogen, wie viel Futter in das Becken gegeben wird, sagte Pfleger Marian Merckens. Das kann teilweise kompliziert werden: «Unterschiedliche Fische haben unterschiedliche Vorlieben». So stehen auf der Speisekarte kleine Fische, Garnelen, Muschelfleisch aber auch Spinat, Löwenzahn und Algenblätter. Die Algenblätter bestreiche er zudem mit Knoblauchessenz, um für ausreichend Vitamine bei den Fischen zu sorgen. Die Korallen im Aquarium seien hingegen genügsamer: Sie bräuchten außer ein paar Algen vor allem Licht.

Andere Herausforderungen stellen sich bei der Fütterung der 5,4 Meter langen Netzpython: Der Tierschutz verbietet die Lebendverfütterung von Wirbeltieren. Deshalb verschlingt die Schlange alle drei Wochen zwei bis drei tote Kaninchen. Der Python ist das egal, sie umschlingt ihre Beute dennoch. Die Schlange könne auch alle zwei bis drei Monate mit einem ausgewachsenen Spanferkel gefüttert werden, erklärt Tropen-Aquarium-Chef Guido Westhoff. Das sei allerdings deutlich teurer - und belastender für den Verdauungstrakt des Reptils, der sich immer wieder auf- und abbaue. Da die Netzpython auch Menschen umschlingen kann, gehen die Pfleger immer zu zweit ins Gehege. Es sei aber noch nie etwas passiert, sagte Westhoff.

Das Tropen-Aquarium im Tierpark Hagenbeck bietet seit 2007 auf 8000 Quadratmetern mehr als 14 000 Tieren Platz.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren