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US-Soldaten landen für Großübung in Hamburg

21.02.2020 - Zehntausende Soldaten üben in den nächsten Monaten, wie starke militärische Kräfte in Europa verlegt und bewegt werden können. Ein erheblicher Teil der beteiligten US-Soldaten kommt über den Hamburger Flughafen nach Deutschland.

  • In der Greifen-Kaserne der Bundeswehr steht ein Mitglied einer Vorhut der US-amerikanischen Truppen auf ihrem Weg zur Nato-Großübung «Defender Europe 2020». Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa/Archiv © dpa -...

    In der Greifen-Kaserne der Bundeswehr steht ein Mitglied einer Vorhut der US-amerikanischen Truppen auf ihrem Weg zur Nato-Großübung «Defender Europe 2020». Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Hamburg (dpa/lno) - Im Rahmen der laufenden Großübung «Defender Europe 20» ist am Freitag die dritte Maschine mit US-Soldaten auf dem Hamburger Flughafen eingetroffen. Die rund 300 Soldaten kamen mit einer Boeing 747 aus dem US-Bundesstaat Georgia und wurden am frühen Morgen von US-Generalkonsul Darion Akins sowie Vertretern von Senat und Bundeswehr begrüßt. Anschließend wurden die Soldaten per Bus zu weiteren Zielorten für die Übung gebracht. Das Ziel für diesen Transport lautete Bremerhaven, wo am gleichen Tag Fahrzeuge und Ausrüstung für die US-Truppen angelandet wurden. «Nun werden Mannschaften und Material wieder zusammengebracht; dass ist ja genau der Sinn der Übung», sagte ein Bundeswehr-Sprecher.

Insgesamt kommen rund 20 000 US-Soldaten im Rahmen der Übung nach Europa, davon rund 7000 über Hamburg. Die erste Maschine war am vergangenen Sonntag eingetroffen. Nun werden in den kommenden Wochen regelmäßig Flugzeuge aus den USA in Hamburg landen und weitere Soldaten absetzen. Sie nehmen an der größten Verlegeübung der vergangenen 25 Jahre teil mit insgesamt 37 000 Teilnehmern aus 18 Staaten. Die Übung läuft von Januar bis Mai und dient dazu, Verfahren und Abläufe bei der Verlegung von starken militärischen Kräften im großen Stil zu üben. Es gibt auch Übungsabschnitte mit Gefechtshandlungen, aber der Schwerpunkt liegt bei der Logistik.

Hamburg ist im Wesentlichen als Landeflughafen an dem Manöver beteiligt. Quer durch Europa in Richtung Polen und Baltikum sind in den kommenden Wochen im Rahmen der Übung zahlreiche Truppentransporte zu erwarten, die überwiegend in der Nacht zwischen 22.00 Uhr und 6.00 Uhr geplant sind. «Wir freuen uns, hier zu sein und danken für den warmen Empfang», sagte der US-Offizier Will Shoemate bei der Ankunft in Hamburg. Generalkonsul Akins betonte die Partnerschaft zwischen Europa und den USA und die Verpflichtungen innerhalb des Nato-Bündnisses.

Die Übung stelle einerseits eine Vergewisserung über die Beistandsverpflichtungen im Bündnis und insbesondere über das Engagement der USA für die Sicherheit Europas dar, heißt es in einer Handreichung der Bundeswehr. Andererseits gingen von «Defender Europe 20» deutliche Signale der Abschreckung von Übergriffen auf Nato-Staaten aus. Deutschland komme als zentraleuropäischer Staat, durch den zahlreiche wichtige Verbindungslinien laufen, bei der Bündnisverteidigung die Rolle einer strategischen Drehscheibe zu.

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