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Umfrage sieht CDU im Norden knapp vor Grünen

28.01.2020 - Ein Grünen-Regierungschef im Norden? Nach einer neuen Umfrage ist das denkbar. Die CDU von Ministerpräsident Günther hat weniger Prozente als zur letzten Wahl. Sie liegt aber immerhin über dem Bundestrend.

  • Grünen-Landesvorsitzender Steffen Regis. Foto: Carsten Rehder/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Grünen-Landesvorsitzender Steffen Regis. Foto: Carsten Rehder/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Kiel (dpa/lno) - Mehr als zwei Jahre vor der Landtagswahl in Schleswig-Holstein bietet eine Umfrage neuen Diskussions- und Spekulationsstoff. Denn demnach hätten die Grünen die Chance, den nächsten Ministerpräsidenten zu stellen. Nach dem am Dienstag veröffentlichten Schleswig-Holstein-Trend des Meinungsforschungsinstituts Insa im Auftrag der «Bild»-Zeitung stehen die Grünen derzeit bei 26 Prozent. Zur Landtagswahl 2017 waren es 12,9 Prozent. Gemeinsam mit SPD (20 Prozent) und SSW (3 Prozent) oder FDP (9 Prozent) würde das Umfrageergebnis der Grünen für eine Mehrheit im Parlament reichen. Die CDU von Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) rangiert als stärkste Partei bei 28 Prozent. Die AfD kommt auf 7 und die Linke auf 3 Prozent.

Damit hätten auch CDU und Grüne, die seit 2017 gemeinsam mit der FDP regieren, zusammen eine klare Mehrheit im Landtag. Ob bei den Grünen Finanzministerin Monika Heinold (61) Spitzenkandidatin wird oder Umweltminister Jan Philipp Albrecht (37) ist noch offen.

CDU und FDP haben sich bereits positiv über eine mögliche Neuauflage der Jamaika-Koalition geäußert, während von den Grünen eine derartige Aussage nicht vorliegt. Von 2012 bis 2017 hatten SPD, Grüne und SSW gemeinsam Schleswig-Holstein regiert, mit dem Sozialdemokraten Torsten Albig als Ministerpräsident. Bei der Europawahl 2019 waren die Grünen stärkste Partei im Norden, vor CDU und SPD.

«Wir freuen uns sehr über die Rekordzahlen für uns Grüne», sagte deren Landesvorsitzender Steffen Regis. «Zur Halbzeit der Jamaika-Koalition kommt klar zum Ausdruck, dass wir auf dem richtigen Kurs sind und wir werden konzentriert weiterarbeiten.» Die Grünen hätten noch viel vor, um Schleswig-Holstein ökologischer, gerechter und weltoffener zu machen. So sei beim Klimaschutz noch sehr viel zu tun. «Es zeigt sich auch, dass im Land viele Koalitionen möglich sind und wir uns alle auf einen lebendigen demokratischen Wettbewerb der politischen Ideen freuen können», sagte Regis.

Die CDU überließ die Einordnung ihrem Landesgeschäftsführer Vitalij Baisel. «Die Umfrage zeigt, dass die erfolgreiche Arbeit der Jamaika-Koalition sich auszahlt», sagte er. «Die CDU liegt wie Grüne und FDP über dem Bundestrend.» Zum Ergebnis der Landtagswahl 2017 büßte die Partei allerdings vier Prozentpunkte ein, obwohl sie den Ministerpräsidenten stellt.

Für die SPD sei der Auftrag klar, sich weiter anzustrengen und ihr Profil zu schärfen, sagte die Landesvorsitzende Serpil Midyatli. Ihre Partei arbeite intensiv an Konzepten für die Zukunft des Landes, besonders auch beim Thema Arbeit.

«Zur Mitte der Wahlperiode Rekord für uns und über dem aktuellen Bundestrend», twitterte FDP-Fraktionschef Christopher Vogt. «Wir sind damit aber noch nicht zufrieden, wollen dauerhaft zweistellig sein und in Regierungsverantwortung bleiben.» Bei der Landtagswahl 2017 hatten die Liberalen 11,5 Prozent geholt. Von einem soliden Wert für die FDP sprach der Landesvorsitzende Heiner Garg. «Für die FDP Schleswig-Holstein bleibt das Ziel, auch über das Jahr 2022 hinaus, als gestaltende Kraft Regierungsverantwortung zu tragen.»

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