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Umweltminister Albrecht erlebt Unterwasserwelt der Ostsee

22.06.2020 - Unter Wasser gibt es eine große Artenvielfalt. Und zwar direkt vor der Haustür an der heimischen Ostsee. Um Umweltminister Albrecht die bedrohten Lebensräume zu zeigen, nimmt der BUND ihn mit auf einen Tauchgang.

  • Jan Philipp Albrecht (Bündnis90/Die Grünen), Umweltminister von Schleswig-Holstein, taucht. Foto: Carsten Rehder/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Jan Philipp Albrecht (Bündnis90/Die Grünen), Umweltminister von Schleswig-Holstein, taucht. Foto: Carsten Rehder/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Schleswig-Holsteins Umweltminister Jan Philipp Albrecht hat sich bei einem Tauchgang vor Eckernförde über die Unterwasserwelt der Ostsee informiert. Er habe einen unglaublich vielfältigen Lebensraum erlebt, den man so von der Wasseroberfläche aus gar nicht erahnen könne, sagte der Grünen-Politiker, der am Montag auf Einladung des Umweltverbands BUND Schleswig-Holstein seinen ersten Tauchgang erlebt hat. «Wir haben einen echten Schatz hier vor der Haustür.»

«Wir wollten die Artenvielfalt zeigen», sagte Stefanie Sudhaus vom BUND. So gebe es direkt vor Eckernförde Seegraswiesen, die Kinderstube und Lebensraum vieler Tierarten seien. Und auch im so leblos aussehenden Sand tummelten sich viele Tiere. Bedroht ist die Ostsee unter anderem durch Müll, und auch die Munitionsaltlasten bergen Probleme. Als eines der größten Umweltprobleme der Ostsee gilt jedoch die Überdüngung. Sie befördert giftige Algenblüten und fördert Sauerstoffmangel, so dass tote Zonen entstehen, in denen kein höheres Leben mehr möglich ist.

Der Minister kennt die Probleme. Es gebe noch viel zu tun, obwohl einiges in den vergangenen Jahrzehnten besser geworden sei. «Er glaube, «dass wir an der Ostsee viel sehen können, was uns insgesamt in den Meeren an Herausforderungen gegenübersteht». Auf der anderen Seite sehe man aber auch, dass in den vergangenen Jahrzehnten einiges besser geworden sei, «weil wir uns eben wichtige Zielmarken gesetzt haben beim Umweltschutz, beim Gewässerschutz». Da müsse man jetzt dran bleiben.

Die Wasser- und Meeresvorgaben der EU hätten überall an den Ostseeanrainern dafür gesorgt, dass die Nährstoffeinträge abgenommen hätten, sagte Albrecht. «Das ist ein großer Verdienst, den man der europäischen Umwelt- und Meerespolitik zu verdanken hat.» Vor allem der Eintrag aus Siedlungsgewässern sei dramatisch zurückgegangen, ergänzte Jürgen Leicher vom BUND-Landesvorstand. Aber weiterhin kämen viele Nährstoffe von der Landwirtschaft. «Und da sind die großen Baustellen.»

Wichtig sei vor allem, die Meeresrahmenrichtlinie und die Gewässerschutzstandards umzusetzen, sagte Albrecht. «Da haben wir hier auch noch Baustellen und wirklich Aufgaben zu erledigen. Wie überall in Europa sind wir den Zielen noch nicht gerecht geworden.» Die Ziele dürften aber nicht aufgeweicht werden, denn sie bewirkten Verbesserungen an den Küsten und in den Meeren, die sichtbar seien.

Auch als Land müsse man schauen, welche Möglichkeiten man habe, um den Nährstoffeintrag zu reduzieren - etwa durch die Förderung neuer technischer Entwicklungen, die beispielsweise bei Kläranlagen eingesetzt werden könnten. Oder indem man die Landwirtschaft unterstütze, effizient und sparsam mit ihren Düngemitteln umzugehen und den Abstand zu Gewässern zu erhöhen.

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