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Uni Hamburg begründet Auftrittsverbot für Lindner mit Regeln

23.10.2019 - Hamburg (dpa/lno) - Die Universität Hamburg hat das Auftrittsverbot für FDP-Chef Christian Lindner in Räumen der Hochschule verteidigt und mit ihren klaren Bestimmungen begründet. Danach sei die Überlassung von Räumen für Veranstaltungen mit parteipolitischer Ausrichtung explizit ausgeschlossen, erläuterte eine Sprecherin am Dienstag. Lindner hatte auf die Absage empört reagiert und sich schriftlich bei Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank (Grüne) beschwert.

  • Christian Lindner, Fraktionsvorsitzender der FDP, spricht im Plenum. Foto: Michael Kappeler/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Christian Lindner, Fraktionsvorsitzender der FDP, spricht im Plenum. Foto: Michael Kappeler/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Laut Universität hatte die Liberale Hochschulgruppe LHG Hamburg eine Veranstaltung mit dem Titel «LHG Diskutiert mit: Christian Lindner» in den Räumen der Uni Hamburg angefragt. Dabei hätte es einen Vortrag von Lindner mit anschließender Diskussion mit dem Publikum geben, sagte eine Sprecherin am Mittwoch. Die Universität Hamburg habe dem FDP-Chef ihre Gründe am Dienstag in einem persönlichen Brief erläutert.

Eine angekündigte Veranstaltung mit Linke-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht verstößt laut Universität dagegen nicht gegen die Ausschlussbedingung. Sie sei als wissenschaftliche Veranstaltung mit dem Titel «Modern Money Theory in Ökonomie, Gesellschaft und Politik» angekündigt und als «Diskussionsveranstaltung zwischen zwei wirtschaftswissenschaftlichen Positionen durch den studentischen ,Arbeitskreis Plurale Ökonomik Hamburg' beantragt worden.

Lindner zeigte sich mit der Erklärung nicht zufrieden, er sehe darin keine klaren Regeln, sondern Willkür. Wenn bei Wagenknecht ein wissenschaftlicher Vortrag akzeptiert werde, halte er auch gerne einen. «Mein Thema wäre: der politikwissenschaftliche Forschungsstand zu Links- und Rechtspopulismus.» Lindner hatte zuvor erklärte, er habe in den vergangenen Jahren an Dutzenden Veranstaltungen dieser Art an Hochschulen in Deutschland teilgenommen.

In der vergangenen Woche hatten an der Universität Hamburg lautstarke Proteste die erste große Vorlesung des AfD-Mitbegründers und Makroökonomie-Professor Bernd Lucke seit dessen Rückkehr in den Lehrbetrieb verhindert.

Lindner warf Fegebank am Dienstag vor, sie habe sich schon im Fall Lucke nicht zu einer klaren Positionierung bewegen lassen. Sie müsse jetzt einmal ihre Meinung klarstellen. «Es verdichtet sich der Eindruck, dass Frau Fegebank nur die Meinungen toleriert, die ihrer eigenen entsprechen», sagte Lindner in Berlin. «Die Hochschule ist aber offen für den demokratischen Austausch mit Allen.»

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