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Union düpiert HSV im Aufstiegsduell

28.04.2019 - Der 1. FC Union feiert einen ganz wichtigen Sieg im Aufstiegsrennen. Mit dem 2:0 schieben sich die Berliner am direkten Rivalen Hamburger SV vorbei. Für den Erfolg greift Trainer Urs Fischer zu ungewöhnlichen Mitteln.

  • Berlins Christopher Trimmel (r) kämpft gegen Josha Vagnoman vom Hamburger SV um den Ball. Foto: Andreas Gora © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Berlins Christopher Trimmel (r) kämpft gegen Josha Vagnoman vom Hamburger SV um den Ball. Foto: Andreas Gora © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Berlin (dpa/bb) - Minutenlang ließen sich die Profis des 1. FC Union auf ihrer Stadionrunde feiern. Mit einem verdienten Sieg im Duell mit dem Hamburger SV beendeten die Köpenicker ihre Misere im Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga und zogen am direkten Rivalen vorbei. Das Team von Trainer Urs Fischer gewann am Sonntag mit 2:0 (0:0) und schob sich wegen der besseren Tordifferenz auf den Relegationsplatz. Dank der Treffer von Robert Zulj (46. Minute) und Grischa Prömel (84.) feierte Berlin den ersten Sieg nach fünf Spielen ohne Erfolg.

«Das war ganz wichtig heute. Wenn wir verlieren, ist alles vorbei», sagte Keeper Rafal Gikiewicz. «Wir haben große Cojones gezeigt, unsere ganze Qualität.» Bei noch drei ausstehenden Spielen hat Union zumindest das Erreichen der Aufstiegsrelegation wieder in eigener Hand.

Dabei hatte sich das Team ganz speziell auf das Schlüsselspiel vorbereitet. Am Freitag ging es zu einem Kurz-Trainingslager nach Kienbaum, dort stand unter anderem ein gemeinsames Barbeque und der Film über das mit einem Flugzeug abgestürzte Team des brasilianischen Clubs Chapecoense auf dem Programm. «Ob jetzt Kienbaum eine Rolle mitgespielt hat, oder die Systemumstellung. Ich bin zufrieden, dass wir das Spiel gewinnen konnten», sagte Trainer Fischer auf eine entsprechende Frage. Der Schweizer hatte sehr überraschend Julian Ryerson als weiteren defensiv orientierten Mittelfeldspieler in die Startelf berufen.

Vor 20 012 Zuschauern im Stadion An der Alten Försterei kontrollierte Union die Partie, der HSV kam jedoch in der ersten Halbzeit zu den größeren Gelegenheiten. Auch die Einwechslung von Topstürmer Pierre-Michel Lasogga sorgte beim HSV fünf Tage nach dem Pokal-Halbfinalaus gegen RB Leipzig aber nicht mehr entscheidend für Gefahr.

Es sei ein «Finale» für Union, hatte Torwart Gikiewicz vor dem Duell betont. Und die Kulisse bildete den passenden Rahmen für das direkte Aufeinandertreffen der Aufstiegskandidaten. Seit Wochen war das Stadion komplett ausverkauft. Beide Fanlager brannten vor Anpfiff Pyrotechnik ab.

Die Darbietung auf dem Rasen spiegelte jedoch eher die derzeitige Form wieder. Die Verunsicherung der vergangenen Auftritte war beiden Teams anzumerken. Union kontrollierte die Partie zunächst, konnte dies jedoch nicht zu zwingenden Gelegenheiten nutzen. Nach 50 Sekunden rutschte Stürmer Sebastian Andersson bei einer Hereingabe von Abdullahi von der rechten Seite weg und traf den Ball nicht richtig. Insgesamt gab Union in der ersten Halbzeit keinen einzigen Schuss auf das HSV-Tor von Julian Pollersbeck ab.

Defensiv stand der Hauptstadtclub weitgehend sicher. Unions Zweitliga-Rekordspieler Michael Parensen rückte in die Innenverteidigung, da nach der Verletzung von Florian Hübner auch noch dessen Ersatz Nicolai Rapp gesperrt fehlte.

Auch nach Wiederbeginn konnte Union die Gäste erneut überraschen - und nahm das Geschenk dankbar an. Jung ließ sich den Ball von Abdullahi abnehmen, Pollersbeck konnte den Schuss von Zulj nicht mehr um den Pfosten lenken. Der HSV war geschockt, Union euphorisiert.

Parensen (54.) und Andersson (70.) verpassten jeweils um Zentimeter das 2:0 (54.). Zehn Minuten vor Ende hätte Douglas Santos für ein Nachtreten gegen Felix Kroos Rot sehen können, Schiedsrichter Sascha Stegemann beließ es jedoch bei einer Gelben Karte. Prömel sorgte dann für den ganz großen Jubel.

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