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GEW kritisiert schnellere Kita- und Schulöffnungen im Norden

28.05.2020 - Die GEW sieht die Gesundheit von Erzieherinnen und Lehrkräften durch neue Lockerungen gefährdet: Die Entscheidung der schleswig-holsteinischen Landesregierung, Kitas und Schulen schneller wieder hochzufahren, kommt für die Gewerkschaft zu früh.

  • Stühle stehen auf den Tischen in einer Schule. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Stühle stehen auf den Tischen in einer Schule. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Entscheidung der schleswig-holsteinischen Landesregierung, Kitas und Schulen schneller wieder hochzufahren, stößt auf Kritik der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) . Die GEW sehe dadurch die Gesundheit von Erzieherinnen und Lehrkräften gefährdet, sagte die Landesvorsitzende Astrid Henke. Die GEW halte die Pläne der Landesregierung für verfrüht.

Die Jamaika-Koalition von CDU, Grünen und FDP hatte am Mittwoch beschlossen, dass die Kitas im Land Anfang Juni von der Notfallbetreuung in den eingeschränkten Regelbetrieb gehen können. Damit würde die Kita-Auslastung von zurzeit 30 Prozent auf etwa 75 Prozent steigen. Bis zu dem Beginn der Sommerferien am 29. Juni sollen die Kitas wieder landesweit zu 100 Prozent ausgelastet sein.

Alle Grundschüler sollen vom 8. Juni an wieder im Klassenverband unterrichtet werden - ohne Abstandsregeln. In der letzten Woche vor den Sommerferien, die am 29. Juni in Schleswig-Holstein beginnen, sollen alle Schüler aller Schulen tageweise in ihrem Klassenverband zusammenkommen. Der reguläre Schulbetrieb an allen Schulen soll nach den Sommerferien am 10. August mit dem neuen Schuljahr starten.

Je größer die Kita-Gruppe oder die Lerngruppe in der Schule, desto größer sei die Gefahr für die Gesundheit der Pädagogen, sagte Henke. Nach wie vor gebe es keine gesicherten medizinischen Erkenntnisse, dass Kinder nicht ansteckend seien. In Kitas und Grundschulen sei es unmöglich, Abstand zu halten. «Bürgerinnen und Bürger sollen weiterhin untereinander 1,5 Meter Abstand halten. Für 25 Kinder in oft zu kleinen und nur schlecht zu belüftenden Grundschulklassen soll das aber nicht gelten. Was für ein Widerspruch!», kritisierte Henke. Für Erzieherinnen sei ein Abstandhalten wegen ihrer pädagogischen Arbeit, die Nähe zu den Kindern erfordere, sowieso unmöglich. Trotzdem würden die Gruppen nun einfach auf 15 Kinder vergrößert.

Zum Schutz der Beschäftigten in Kitas und Schule forderte Henke Schutzmaßnahmen wie zum Beispiel auch Schutzmasken und den Anspruch auf Testungen für das pädagogische Personal.

Bei den politischen Parteien stieß die Öffnung von Schulen und Kitas dagegen parteiübergreifend auf Zustimmung. Gerade für die Familien bedeute dies eine große Entlastung, betonte die FDP. «Viele Eltern werden aufatmen, dass die Doppelbelastung aus Homeoffice und Home- schooling abgemildert werde, ergänzten die Grünen. Zudem bräuchten Kinder Kinder. Die CDU sprach von einem richtigen und wichtigen Schritt in Richtung Normalität. Auch die SPD lobte die Öffnung der Kitas als richtig, regte aber eine regelmäßige Testung der Erzieher an, um einer Ausbreitung des Coronavirus vorzubeugen. Die Landesregierung muss nach Auffassung der SPD die Kitas, die Schulen und ihre Träger bei der Umsetzung der Hygienekonzepte unterstützen.

Die AfD sieht mit der Entscheidung zur Schulöffnung ihre Forderung erfüllt, dass alle Schüler möglichst oft wieder in die Schule kommen können und dass dies möglichst schnell geschieht.

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