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Jahrelanger Missbrauch der Töchter: Vater gesteht im Prozess

17.10.2018 - Itzehoe (dpa/lno) - Mit einem Geständnis des Angeklagten hat am Mittwoch ein Prozess um jahrelangen Missbrauch vor dem Landgericht Itzehoe begonnen. Der 57 Jahre alte Mann gestand, sich an zwei Töchtern vergangen zu haben. «Ich bin kein Sittlichkeitsverbrecher, sondern sehe mich als guten Vater, der den Mädchen mit Rat und Tat und allem, was mir zur Verfügung stand, zur Seite stand», erklärte er. Er fügte an: «Ich bin ein kinderlieber Mensch, obwohl hier erst mal ein anderes Bild entstanden ist.»

  • Das Landgericht in Itzehoe. Foto: Carsten Rehder/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Landgericht in Itzehoe. Foto: Carsten Rehder/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, sich über Jahre an seiner 1991 geborenen Stieftochter und seiner zwei Jahre jüngeren Tochter vergangen zu haben. Insgesamt listet die Anklage mehr als 550 Taten für die Zeit von 2002 bis März 2009 auf. So soll es beim sonntäglichen «Familienkuscheln» im Ehebett zu Übergriffen gekommen sein, aber auch im Kinderzimmer beim Gute-Nacht-Sagen.

Die hohe Zahl von über 500 Anklagepunkten wies der Angeklagte zurück. 10 bis 15 Mal habe er sich an dem einen Mädchen vergangen, bei ihrer Schwester wisse er es nicht mehr.