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Kulturbeschäftigte streiken: Auch Müllabfuhr betroffen

21.10.2020 - Erst Kitas und Kliniken, jetzt Museen und Bücherhallen: Am zweiten Warnstreiktag sind wieder etliche Beschäftigte im öffentlichen Dienst in Hamburg auf die Straße gegangen.

  • Menschen halten Fahnen mit dem Logo der Gewerkschaft Verdi in den Händen. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Menschen halten Fahnen mit dem Logo der Gewerkschaft Verdi in den Händen. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Im zweiten Warnstreik in Folge haben am Mittwoch in Hamburg zahlreiche Beschäftigte von Kultureinrichtungen für mehr Lohn demonstriert. Aufgerufen zu dem Warnstreik hatte die Gewerkschaft Verdi, um den Druck auf die Arbeitgeber in der laufenden Tarifrunde zu erhöhen. Unter anderem legten Beschäftigte der Bücherhallen, der Museen, der Messe und Teile der Hamburg Port Authority (HPA) ihre Arbeit nieder. Bei einer Kundgebung am Jungfernstieg versammelten sich rund 100 Menschen, einige demonstrierten in Kanus auf der Binnenalster. Laut Verdi beteiligten sich insgesamt rund 300 Beschäftigte an dem Warnstreik.

«Kultur ist ein hohes Gut in unserer Gesellschaft. Ohne Museen und ohne öffentliche Bücherhallen fehlen in der Stadt wichtige Orte der kulturellen Vielfalt und Begegnungen», sagte Verdi-Fachbereichsleiterin Angelika Gericke. Daher müssten die Beschäftigten für ihre Arbeit auch angemessen bezahlt werden.

Auch die Müllabfuhr war von dem Warnstreik betroffen, nach Angaben eines Sprechers gab es jedoch lediglich im Nord-Westen von Hamburg einige Einschränkungen. «Mehr Beeinträchtigungen erwarten wir am Donnerstag, dann sind auch die Recyclinghöfe betroffen», sagte ein Sprecher der Stadtreinigung. Am Donnerstag hat Verdi zum dritten und letzten Warnstreik aufgerufen.

Die Arbeitgeber haben für die bundesweit knapp 2,5 Millionen Beschäftigten insgesamt 3,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt in drei Jahresstufen angeboten. Die Gewerkschaft fordert bei einer einjährigen Laufzeit allerdings ein Lohn- und Gehaltsplus von 4,8 Prozent, mindestens aber 150 Euro mehr im Monat. Die nächste Verhandlungsrunde soll am Donnerstag in Potsdam starten.

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