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Schärfere Corona-Regeln in Pinneberg und Flensburg

25.01.2021 - Die höchsten Corona-Infektionsraten gibt es aktuell in Flensburg und dem Kreis Pinneberg. Deshalb gelten dort aktuell schärfere Regeln. Landesweit reichen Alltagsmasken aus Stoff im Nahverkehr und beim Einkaufen nicht mehr aus.

  • Zwei FFP3 Atemschutzmasken liegen auf einem Tisch im Sonnenschein. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Zwei FFP3 Atemschutzmasken liegen auf einem Tisch im Sonnenschein. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Trotz Lockdown bleibt die Corona-Lage in Teilen Schleswig-Holsteins angespannt. Im Kreis Pinneberg (199) und in Flensburg (190,8) lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Montag nur knapp unter dem Wert 200. Dort gelten deshalb schärfere Corona-Regeln. Landesweit müssen die Menschen seit Montag medizinische Masken tragen, wenn sie in Bus oder Bahn steigen oder in den Supermarkt gehen. Die neue Maskenpflicht gilt auch für Pflegeheime und religiöse Veranstaltungen.

Landesweit lag die Wocheninzidenz am Montag weiter bei mehr als 90 Fällen pro 100 000 Einwohnern. «Die Ausbrüche, ganz besonders im Zusammenhang mit Alters- und Pflegeheimen, spielen da eine ganz relevante Rolle», sagte der Kieler Infektionsmediziner Prof. Helmut Fickenscher der Deutschen Presse-Agentur. Das gelte auch für die jüngsten Ausbruchsgeschehen an mehreren Kliniken.

Eigentlich sei mittlerweile ein leichter Rückgang der Infektionszahlen zu erwarten. «Aber immerhin ist Schleswig-Holstein in einer Gruppe von Bundesländern, die sich insgesamt mit einer relativ geringen Abweichung im unteren Feld aufhält», sagte Fickenscher. Zu den Ländern mit positiver Tendenz gehöre beispielsweise Sachsen. «In Schleswig-Holstein hoffen wir auch, dass diese Tendenz nun bald wirklich einsetzt. Aber wir können es derzeit noch nicht klar nachweisen.»

Im Kreis Pinneberg darf wegen des Infektionsgeschehens pro Haushalt nur noch eine Person zum Einkaufen. Eine Einschränkung des Bewegungsradius der Menschen gebe es aber nicht, sagte eine Kreissprecherin. Erwachsene müssen auf Spielplätzen bis Ende Januar eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Das gilt auch beispielsweise auf den S-Bahnhofsvorplätzen in Halstenbek. Die Naherholungsgebiete Himmelmoor, Holmer Sandberge und Hetlinger Schanze dürfen nicht aus touristischen Gründen betreten werden.

Laut Kreis ließen sich etwa 30 Prozent der Infektionen auf mehrere Ausbruchsgeschehen in elf Pflegeeinrichtungen in Elmshorn, Pinneberg, Tornesch, Uetersen, Wedel, Halstenbek und Rellingen zurückführen. 70 Prozent der Fälle seien aber einem diffusen Infektionsgeschehen geschuldet. Bislang wurde in drei Fällen aus dem Kreis der Verdacht einer Virusmutation näher analysiert. Die Ergebnisse stehen noch aus.

Die Stadt Flensburg hat die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung unter anderem auf die beiden Strände der Stadt erweitert. Dort hielten sich erfahrungsgemäß viele Spaziergänger auf. In Flensburg haben die Infektionszahlen zuletzt erheblich zugenommen. Laut Stadt lassen sich die Ansteckungen nicht auf bestimmte Personengruppen eingrenzen. Zudem sei die hochansteckende Virusvariante aus Großbritannien im Zusammenhang mit dem Ausbruchsgeschehen bestätigt worden.

Die Kliniken in Husum und Niebüll (beides Kreis Nordfriesland) bleiben unterdessen voraussichtlich bis 1. Februar geschlossen. Bei einem zweiten Massentest am Wochenende seien von rund 1200 Mitarbeitern erneut 18 Personen aus Husum und drei aus Niebüll positiv auf das Virus getestet worden, sagte ein Kreissprecher. Falls die für das Wochenende geplanten erneuten Reihentests negativ ausfallen, könnten die Notaufnahmen in Husum und Niebüll sowie die Geburtsstation in Husum voraussichtlich am Montag wieder öffnen. Insgesamt waren seit Mitte Januar in der Klinik Husum 82 Mitarbeiter und 62 Patienten positiv auf das Coronavirus getestet worden. In der Klinik Niebüll waren es den Angaben zufolge 44 Mitarbeiter und 24 Patienten.

Nach einem größeren Corona-Ausbruch in einem Pflegeheim in Büchen (Kreis Herzogtum Lauenburg) sind zwei infizierte Bewohner gestorben. Beide Bewohner der Seniorenpension Büchen waren älter als 85 Jahre, wie ein Sprecher des Kreises am Montag sagte. Am Freitagabend war bekanntgeworden, dass in der Einrichtung 44 von 49 Bewohnern sowie 15 Beschäftigte positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet wurden.

Zuletzt waren in Schleswig-Holstein innerhalb von 24 Stunden 139 neue Corona-Fälle registriert worden. Eine Woche zuvor hatte es 215 Neuinfektionen gegeben. Laut Daten des Gesundheitsministeriums vom Sonntagabend (Datenstand: 24.1.2021, 20.10 Uhr) sank die Inzidenz am Sonntag auf 94,1 (Samstag: 96,2) neue Fälle pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen. Die Zahl der Menschen, die mit oder an Corona gestorben sind, stieg um 11 auf 755.

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