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Volle Strände: Scharbeutz und Haffkrug sperren Zufahrten

28.06.2020 - Zum Ferienstart in vielen Bundesländern ist es voll geworden auf den Straßen und an den Stränden in Schleswig-Holstein. In Scharbeutz und Haffkrug musste am Samstag die Reißleine gezogen werden. Am Sonntag blieb es bei mäßigem Wetter dagegen entspannt.

  • Auf den Boden gesprühte Pfeile und Pylonen regeln den Zugang zum Strand in Haffkrug. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Auf den Boden gesprühte Pfeile und Pylonen regeln den Zugang zum Strand in Haffkrug. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Volle Strände und Straßen - zum Start der Sommerferien in sechs Bundesländern hat es die Menschen an Schleswig-Holsteins Küsten gezogen. Die Situation in den Ferienorten war sehr unterschiedlich. Es können keine weiteren Tagesgäste mehr kommen, hieß es am Samstag für mehrere Stunden in Scharbeutz und Haffkrug an der Ostsee. Sonst sei es nicht mehr möglich, die Abstandsregeln wegen der Corona-Pandemie einzuhalten. In St. Peter-Ording und Büsum an der Nordsee gab es hingegen keine Platzprobleme. Sonntag war die Situation überall entspannt, denn das Wetter war deutlich schlechter.

Die Kapazitätsgrenze für Parkplätze und Strand sei erreicht, teilte die Scharbeutzer Bürgermeisterin Bettina Schäfer in einem Facebook-Post am sonnigen Samstagmittag mit. «Anreisende Gäste werden nur noch durch unsere Orte durchgeleitet.» Anwohner und der öffentliche Nahverkehr hätten freie Fahrt, genau wie Gäste zu ihren Ferienwohnungen und Hotels. «Bitte halten Sie Ihre Buchungsbestätigung bereit», teilte sie weiter mit. Am Nachmittag konnten die Sperrungen aufgehoben werden, weil es zu regnen begann, wie Schäfer der Deutschen Presse-Agentur berichtete.

Anders war es in St. Peter-Ording. Gegen Mittag fand man im Ort problemlos noch einen Parkplatz, die Schlangen vor den Eisdielen waren überschaubar. Vermutlich habe die Wetterprognose viele Hamburger abgeschreckt, sagte ein Familienvater, der am Kassenhäuschen vor der Seebrücke sein Ticket holen wollte. Die Meteorologen hatten Gewitter für den Nachmittag vorhergesagt.

«Erstaunlicherweise entspannt», sagte Tourismusdirektorin Constanze Höfinghoff zur Situation in St. Peter-Ording. 98 Prozent der Quartiere seien ausgebucht. Bereits um 8.00 Uhr am Samstagmorgen seien viele Menschen am breiten Strand gewesen, doch da gebe es ja viel Platz.

Auch im Touristenzentrum Büsum herrschte reges Treiben. «Aber überfüllt ist es bei uns nicht», sagte Olaf Raffel vom Büsumer Tourismus Marketing Service TMS. Die Belegung liege derzeit bei mehr als 90 Prozent. Wer mit einem Ausflugsschiff fahren wolle, müsse wegen der eingeschränkten Kapazitäten vorbuchen.

Der Himmel bedeckt, immer wieder Regenschauer: Am Sonntag zog es dann deutlich weniger Touristen an die Strände. «Es ist kein super Strandwetter», sagte Raffel in Büsum. In St. Peter-Ording hieß es von Constanze Höfinghoff: «Ich glaube, heute ist eher Shoppingtag angesagt.» In Bäderorten können Geschäfte auch sonntags öffnen. Es sei aber nicht zu voll beim Einkaufen, sagte Höfinghoff weiter. «Die Abstandsregeln können gut eingehalten werden.»

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