Wachleute angegriffen: Wohnungen von Verdächtigen durchsucht

17.03.2021 Nach einer Auseinandersetzung in der Hamburger Innenstadt Anfang März, bei der mehrere Wachleute verletzt wurden, haben die Ermittler nun Wohnungen von drei Tatverdächtigen durchsucht. Die Polizei stellte bei den beiden 20-Jährigen und einem 15-Jährigen Beweismittel sicher, wie die Beamten am Mittwoch mitteilten. Bei dem jüngeren Verdächtigen wurden zudem Betäubungsmittel entdeckt. Alle sind laut Polizeiangaben mangels Haftgründen auf freiem Fuß. Sie erhielten längerfristige Aufenthaltsverbote für den Bereich Jungfernstieg.

Polizeifahrzeuge mit eingeschaltetem Blaulicht stehen nebeneinander. Foto: Armin Weigel/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Drei Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes hatten Anfang März eine rund zehnköpfige Gruppe von Jugendlichen aufgefordert, die Europapassage zu verlassen, wie die Polizei nach der Tat mitgeteilt hatte. Die jungen Leute hätten dort geraucht und zudem keinen Mund-Nasen-Schutz getragen. Als die Wachleute die Gruppe herausbegleiteten, griffen den Angaben zufolge plötzlich einige zwei Wachleute an. Die beiden 20 Jahre alten Sicherheitsmitarbeiter wurden dabei leicht verletzt.

Zeitgleich war ihr 59 Jahre alter Kollege bewusstlos zusammengebrochen, ohne selbst angegriffen worden zu sein. Er habe mutmaßlich an einer Vorerkrankung gelitten, hieß es nach dem Vorfall. Die jungen Leute flüchteten. Der 59-Jährige wurde noch in der Tunnelanlage zwischen Ballindamm und Europapassage reanimiert. Sein Zustand sei nach wie vor kritisch, teilte die Polizei mit.

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