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Wasserwerfereinsatz gegen verbotene Versammlung

02.05.2020 - Eigentlich war die «revolutionäre 1. Mai-Demo» in Hamburg wegen der Corona-Krise verboten. Linke Demonstranten lassen sich davon nicht abhalten. Die Polizei geht mit einem Großaufgebot gegen die nicht genehmigten Versammlungen vor.

  • Ein Polizeiwagen mit eingeschaltetem Blaulicht. Foto: Carsten Rehder/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Polizeiwagen mit eingeschaltetem Blaulicht. Foto: Carsten Rehder/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Mit Einsatz eines Wasserwerfers hat die Polizei am späten Freitagabend im Hamburger Schanzenviertel eine nicht genehmigte Versammlung linker Demonstranten aufgelöst. Zuvor seien die Beamten mit Gegenständen beworfen worden, sagte eine Polizeisprecherin. Zudem hätten die Demonstranten Mülltonnen auf die Straße gezogen und Pyrotechnik gezündet. Polizisten rückten schließlich vor und räumten das Schulterblatt vor dem linksautonomen Zentrum Rote Flora. Schon zuvor hatten sich auf der Reeperbahn rund 350 linke Demonstranten trotz des coronabedingten Versammlungsverbots eingefunden. Auch diese Versammlung wurde von der Polizei aufgelöst.

In einer Seitenstraße der Reeperbahn seien Polizisten von einer rund 20-köpfigen Gruppe mit Pfefferspray angegriffen worden. Drei Beamte hätten Augenreizungen erlitten, die Angreifer seien entkommen, sagte die Polizeisprecherin. Kurze Zeit später sei in der Nähe des Fischmarkts der Geldautomat einer Bankfiliale mit Bodenplatten beworfen worden. Vier Tatverdächtige seien festgenommen worden.

Auch auf der Reeperbahn hatte die Polizei den Demonstranten den Einsatz von Wasserwerfern «als erstes Mittel» angedroht, um einen Mindestabstand zwischen Einsatzkräften und Versammlungsteilnehmern zu gewährleisten. Die Menge kam der Aufforderung, die Amüsiermeile in kleinen Gruppen und mit Abstand zu verlassen, nur schleppend nach.

Die meisten Demonstranten zogen anschließen ins Schanzenviertel, wo sie sich vor der Rote Flora erneut versammelten. Bei der Räumung des Schulterblatts sei ein Demonstrant nach einem tätlichen Angriff auf einen Polizisten und eine weitere Person nach einem Flaschenwurf vorläufig festgenommen worden, sagte die Sprecherin. Insgesamt habe es neun Festnahmen gegeben.

Ursprünglich hatten Linksextremisten für Freitagabend zu einer «revolutionären 1. Mai-Demo» aufgerufen. Der Aufzug, der von der Reeperbahn ins Schanzenviertel führen sollte, war allerdings untersagt worden.

Die Polizei war seit dem Vormittag mit knapp 2000 Beamten im Einsatz. Dabei wurden die hamburger Polizisten von Kollegen der Bundespolizei, aus Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bayern unterstützt.

In der Vergangenheit war es rund um den 1. Mai in Hamburg wiederholt zu schweren Ausschreitungen gekommen. In den vergangenen drei Jahren verliefen die «revolutionären» Maikundgebungen aber weitgehend friedlich.

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