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Weihnachtsmärkte im Norden setzen mehr auf Nachhaltigkeit

23.11.2019 - Ob bei Lebensmitteln oder Kleidung - Nachhaltigkeit ist Trend. Der macht auch vor den Weihnachtsmärkten im Norden nicht halt. Das Spektrum reicht vom Verbot von Einweggeschirr bis zum Markt mit ausschließlich nachhaltigen Produkten.

  • Eine Frau hält in der Innenstadt auf dem Weihnachtsmarkt eine Papier-Tragetasche. Foto: Rainer Jensen/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Frau hält in der Innenstadt auf dem Weihnachtsmarkt eine Papier-Tragetasche. Foto: Rainer Jensen/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Lübeck (dpa/lno) - Viele Weihnachtsmärkte im Norden setzen auf Nachhaltigkeit. Mehrweg- statt Einweggeschirr, Papiertragetaschen statt Plastiktüten und LED-Lichter statt Glühlampen bei der Weihnachtsbeleuchtung sind bei vielen Märkten seit Jahren Standard. So werden auf Kieler Weihnachtsmärkten nach Angaben der Stadt Pommes frites statt in Pappschalen in kleinen Töpfen und Currywurst im Glas serviert. In Lübeck gibt es in diesem Jahr erstmals einen Markt, auf dem nur fair gehandelte und regionale Produkte angeboten werden.

Der «Lübeck Homemade-Markt» im Rathaus-Innenhof besteht aus fünf Holzhütten, in denen Kaffee geröstet, Softeis hergestellt und selbst gemachte Bonbons, Marmeladen und Liköre angeboten werden. «Alle Produkte wurden in Lübecker Manufakturen und mit nachhaltigen Produkten hergestellt», versichert Holger Schubert, Mitorganisator des «Homemade-Marktes». So komme der Kaffee aus Ruanda und Tansania und die Gäste könnten im Internet nachvollziehen, wie viel Geld die Bauern für den Kaffee bekommen und welche sozialen Projekte durch den Kauf unterstützt werden, sagt Schubert.

«Wir setzen in diesem Jahr verstärkt auf Mehrweg statt Einweg, Re- und Upcycling, den vermehrten Einsatz regionaler Produkte und die Nutzung von Ökostrom», sagt der Geschäftsführer des Lübeck und Travemünde Marketing, Christian Martin Lukas. Statt Plastiktüten gebe es wie schon 2018 rote Lübecker Weihnachtstüten aus Papier.

«Wir haben auf unseren Weihnachtsmärkten nur einzelne Stände mit regionalen Produkten und mit Bio-Punsch», sagt dagegen Simone Sievers vom Kieler Ordnungsamt, die zwei der fünf Kieler Weihnachtsmärkte betreut. «Reine Bio-Stände haben wir in diesem Jahr nicht, weil es keine entsprechenden Bewerbungen gab.» Auch auf dem Flensburger Weihnachtsmarkt gibt es nach Angaben der Veranstalter keine reinen Bio-Stände. Auf dem Weihnachtsmarkt in Neumünster biete immerhin ein Imker aus der Region Met aus eigenem Honig an.

Bei der Müllvermeidung und dem Stromverbrauch dagegen sind die Weihnachtsmärkte im Land zwischen den Meeren bereits seit Jahren vorne mit dabei. «Wir gestatten unseren Ausstellern nur in Ausnahmefällen Pappschalen oder kompostierbare Schalen, in der Regel verlangen wir Mehrweggeschirr», sagt Friederike Heinemann von der Tourismus Agentur Flensburger Förde. Kiel macht Standbetreibern schon im Zulassungsbescheid die Auflage, lose Getränke nur in Mehrweggläsern oder -bechern auszuschenken. «Alle Aussteller müssen unsere zentrale Spülstation benutzen, die nach Angaben ihrer Betreiberin bis zu 50 Prozent weniger Strom und Wasser verbraucht, als gewerbliche Einzelspülmaschinen», sagt Sievers.

Für festlichen Lichterglanz auf den Weihnachtsmärkten sorgen in allen befragten Städten inzwischen LED-Lichter, die vielerorts mit Ökostrom betrieben werden.

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