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Zahl der Überstunden bei Hamburgs Feuerwehr verdreifacht

14.12.2019 - Sie sollen Feuer löschen und Leben retten. Mit ihrer Arbeitszeit kommen Hamburgs Feuerwehrleute dabei aber kaum noch hinterher, wie eine Kleine Anfrage zeigt. Die CDU fordert den Senat zum Handeln auf.

  • Frontansicht eines Mercedes-Löschfahrzeugs. Foto: Patrick Seeger/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Frontansicht eines Mercedes-Löschfahrzeugs. Foto: Patrick Seeger/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Hamburg (dpa/lno) - Hamburgs Feuerwehrleute machen immer mehr Überstunden. Wie aus der Senatsantwort auf eine Kleine Anfrage der CDU-Fraktion hervorgeht, wurden vom Einsatzdienst zwischen November vergangenen Jahres bis Ende Oktober dieses Jahres mit mehr als 98 000 Stunden mehr als drei Mal zu viele Überstunden geleistet wie im Vorjahreszeitraum (28 165 Stunden). «Diese Zahlen sind dramatisch», sagte der Innenexperte der Fraktion, Dennis Gladiator, der Deutschen Presse-Agentur. «Zudem wird dann dabei auch noch die zulässige wöchentliche Höchstarbeitszeit überschritten.»

Laut Senatsantwort haben von den knapp 2000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Einsatzdienstes 348 in dem genannten Zeitraum die durchschnittliche wöchentliche Höchstarbeitszeit von 48 Stunden überschritten.

«So darf der rot-grüne Senat nicht länger mit den Feuerwehrfrauen und Männer umgehen, die täglich unser Leben schützen», sagte Gladiator. Ihr engagierter Einsatz verdiene Dank, Respekt und Anerkennung. «Aber auch deutlich mehr Anstrengungen des rot-grünen Senats, so kann und darf es mit den Überstunden nicht weitergehen.»

Der Senat erklärt die drastische Erhöhung der Überstunden unter anderem mit der Inbetriebnahme der Portalwache für den A7-Tunnel und die Besetzung des Löschbootes 40. Außerdem seien Vakanzen in der Rettungsleitstelle mit Personal aus dem Einsatzdienst aufgefüllt worden. Auch hätten zwei zusätzliche Feiertage gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu einem geringeren Jahresstundensoll und damit zu rund 20 000 Überstunden im Einsatzdienst geführt.

Abhilfe sei aber in Sicht: «Durch das sukzessive Nachführen von Kräften aus der Einstellungsoffensive der Feuerwehr wird die Funktionsbesetzung im Einsatzdienst aufwachsend verstärkt», heißt es in der Senatsantwort.

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