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Zehn Millionen Euro für Sturmflut-Schäden auf Sylt und Föhr

25.02.2020 - Kiel (dpa/lno) - Die Jamaika-Koalition will mit einem Nachtragshaushalt 10,5 Millionen Euro für das Beheben von Sturmflut-Schäden an der Nordseeküste bereitstellen. Damit sollen Sandvorspülungen auf den Inseln Sylt und Föhr finanziert werden. «Die wachsenden Anforderungen im Küstenschutz zeigen, wie wichtig vorsorgende Investitionen in den Klimaschutz sind», sagte Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung. Mit fünf Sturmfluten in Serie hatte das Orkantief «Sabine» im Februar an den Stränden von Inseln und Festland Schäden angerichtet.

  • Bagger arbeiten am Strand der Nordseeinsel Sylt und ermitteln die Schäden nach dem Sturmtief "Sabine". Foto: Carsten Rehder/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Bagger arbeiten am Strand der Nordseeinsel Sylt und ermitteln die Schäden nach dem Sturmtief "Sabine". Foto: Carsten Rehder/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Landesregierung brachte am Dienstag einen Nachtragshaushalt für das laufende Jahr auf den Weg. CDU, Grüne und FDP wollen den satten Haushaltsabschluss aus 2019 in Höhe von 557 Millionen Euro in die Sondervermögen des Landes stecken. Gründe für das Plus waren Steuermehreinnahmen (235 Millionen Euro), Minderausgaben bei Personal und Verwaltung (149 Millionen) sowie bei Zinsausgaben (46 Millionen).

Mit dem Geld will die Koalition die Digitalisierung, den Klimaschutz und die Kinderbetreuung stärken. Allein 52 Millionen Euro stehen für den Ausbau des schnellen Internets bereit. «Wir haben dem Parlament zugesichert, dass die Infrastrukturmittel der Sondervermögen transparent bewirtschaftet werden», sagte Heinold. Das leiste der Nachtragshaushalt.

Unterm Strich tilgt das hoch verschuldete Land mit dem Nachtragshaushalt Altschulden in Höhe von 27 Millionen Euro. Die Investitionsquote lag bei zehn Prozent, die Höhe der Investitionen bezifferte das Finanzministerium mit 1,3 Milliarden Euro. Über den Nachtragshaushalt soll das Parlament im März beraten.

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