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Zeit des Feierns ist vorbei: Nord-Handballer planen Zukunft

11.06.2019 - Der THW Kiel geht mit dem neuen Trainer Filip Jicha ins Rennen, die SG Flensburg-Handewitt muss in der kommenden Saison ihren Abwehrchef Tobias Karlsson und den kreativen Kopf Rasmus Lauge ersetzen.

  • Flensburgs Mannschaft posiert mit der Meisterschale vor einem Flugzeug während der Heimreise. Foto: Benjamin Nolte © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Flensburgs Mannschaft posiert mit der Meisterschale vor einem Flugzeug während der Heimreise. Foto: Benjamin Nolte © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Flensburg/Kiel (dpa/lno) - Die Feierlichkeiten sind kaum beendet, da richten die beiden Nordclubs aus der Handball-Bundesliga den Blick schon auf die kommende Spielzeit. Vieles spricht dafür, dass sowohl der Meister und Titelverteidiger SG Flensburg-Handewitt als auch der Zweitplatzierte THW Kiel erneut ein gewichtiges Wort im Kampf um die deutsche Handball-Krone mitsprechen werden.

Allerdings dürfte der THW einen gewissen Vorteil haben, denn der Umbruch bei den «Zebras» ist beendet. Zur kommenden Saison gibt es in Rückraumspieler Marko Vujin, Abwehrspezialist Sebastian Firnhaber und Torwart Andreas Wolff lediglich drei Abgänge. Keiner von ihnen zählte in den letzten Monaten zur Stammformation. In dem deutschen Nationaltorhüter Dario Quenstedt und Defensivspieler Pavel Horak kommen zwei Ergänzungsspieler hinzu.

Das Team will nach vier Jahren ohne Meisterschaft wieder angreifen. «Ich glaube, in einigen Gesichtern erkannt zu haben, dass man mit der Silbermedaille nicht ganz zufrieden war», sagte Kiels Sportchef Viktor Szilagyi der Deutschen Presse-Agentur.

Vieles wird davon abhängen, ob der Wechsel auf der Trainerbank funktioniert. Nach dem Abschied von Erfolgscoach Alfred Gislason übernimmt sein bisheriger Co-Trainer Filip Jicha die Verantwortung. Der 37-Jährige hat selbst acht Jahre für den Verein gespielt, in der Kieler Arena viele Titel gefeiert. Szilagyi: «Filip hatte Zeit, sich darauf vorzubereiten. Wir haben riesengroßes Vertrauen, dass er das gut machen wird.»

Bei den Flensburgern gibt es dagegen erneut große Veränderungen. Vor der abgelaufenen Serie hatte Meistercoach Maik Machulla sechs neue Spieler integrieren müssen, was ihm ausgezeichnet gelang. Nun gibt es mit Michal Jurecki, der vom polnischen Meister und Champions-League-Halbfinalisten KS Kielce kommt, nur einen Neuen. Dafür verliert die SG aber mit Rasmus Lauge (zu Telekom Veszprem nach Ungarn) und Tobias Karlsson (Karriereende) seine wichtigsten Spieler im Angriff und in der Abwehr.

«Einen Tobias Karlsson kann man eigentlich nicht ersetzten», sagte SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke. «Er war einer der weltbesten Abwehrspieler und ein überragendender Kapitän.» Seine Rolle in der Defensive sollen vor allem Anders Zachariassen, Simon Hald und Johannes Golla im Verbund übernehmen. Die Rolle des Anführers traut Schmäschke auch Neuzugang Jurecki zu: «Michal war zehn Jahre lang Kapitän der polnischen Nationalmannschaft und hat in vielen Finals gestanden.» Auch der Lauge-Abgang schmerzt den Geschäftsführer, doch mit dem Schweden Jim Gottfridsson und dem Norweger Göran Johannessen stehen Spieler einer ähnlichen Güteklasse parat.

Beim THW laufen derzeit noch Gespräche mit Kapitän Domagoj Duvnjak, den 2020 auslaufenden Vertrag vorzeitig zu verlängern - trotz des bereits feststehenden Wechsels des norwegischen Superstars Sander Sagosen aus Paris nach Kiel in der übernächsten Saison. Duvnjak selbst will zusammen mit dem Norweger spielen: «Ich will hier bleiben. Ich fühle mich sehr wohl.» Er sei fit, habe in der vergangenen Saison kein Spiel verpasst. «Ich kann dieser Mannschaft noch helfen.»

Mitte Juli starten beide Teams dann in die Vorbereitung auf die kommende Saison, in der sowohl die SG als auch der THW in der Champions League starten werden. Flensburg ist als Meister ohnehin für die europäische Königsklasse qualifiziert. Das Upgrade des Vize-Meisters aus Kiel durch die Europäische Handball-Föderation (EHF) gilt als beschlossene Sache. Am 21. August gibt es beim Supercup in Düsseldorf, dem dann 100. Landesderby, das erste Kräftemessen.

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