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Zerstörung von FDP-Plakaten nach Polit-Eklat in Thüringen

10.02.2020 - Hamburg (dpa/lno) - Der politische Eklat in Thüringen hat für die FDP mitten im Hamburger Bürgerschaftswahlkampf konkrete Folgen. Rund 800 der rund 4000 FDP-Plakate, die für den aktuellen Wahlkampf geklebt und aufgehängt worden waren, seien seit vergangenen Mittwoch zerstört und beschmiert worden, teilte FDP-Sprecher Alexander Fröhlich von Elmbach am Montag mit. «Das ist eine sehr hohe Zahl in einer kurzen Zeit», sagte von Elmbach. Im gleichen Zeitraum habe es in Hamburg etwa 15 Parteiaustritte aus der FDP gegeben. Auch das sei eine deutliche Häufung angesichts der kurzen Zeitspanne von weniger als einer Woche, sagte er.

  • Der Schriftzug der FDP steht auf einer Bühne. Foto: Daniel Karmann/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der Schriftzug der FDP steht auf einer Bühne. Foto: Daniel Karmann/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«Ich habe heute 200 meiner Plakate eingesammelt, sie sind mit verfassungsfeindlichen Zeichen beschmiert und zerstört», twitterte der FDP-Fraktionsvorsitzende Michael Kruse am Wochenende. «Thüringen ging gar nicht - aber das hier ist bestimmt nicht die Lösung. Menschen, die sowas tun, beschützen unsere Demokratie nicht - sie zerstören sie mit.» Nach Angaben der Partei waren die Plakate einiger FDP-Kandidaten mit Slogans wie «Nazi-Freund» überschrieben. FDP-Kandidat Jonas Bayer berichtete am Montag über Twitter auch von Anfeindungen im Netz.

«Den Hass der AfD bekämpft man nicht mit Hass auf andere», teilte Grünen-Spitzenkandidatin Katharina Fegebank auf Facebook mit. Wer FDP-Politiker und Politikerinnen tätlich angreife, Veranstaltungen störe und systematisch Plakate zerstöre, setze sich selbst ins Unrecht und schade der liberalen Demokratie.

Der FDP-Kandidat Thomas Kemmerich war am Mittwoch im Landtag in Erfurt überraschend mit den Stimmen von Liberalen, CDU und AfD zum Ministerpräsidenten gewählt worden. Nach einem bundesweiten Proteststurm kündigte er seinen Rücktritt an, um so den Weg für eine Neuwahl freizumachen. Am Mittwoch und Freitag hatten auch in Hamburg Menschen vor der FDP-Landesgeschäftsstelle demonstriert.

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